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Hochbeet befüllen und bepflanzen

12.04.2022

Möchten Sie ein Gemüse- oder Kräuterbeet? Pflanzen Sie lieber Beeren oder Naschgemüse? Für jede und jeden gibt es das perfekte Hochbeet.

 
 

So wird ein Hochbeet gefüllt

Auf den Boden wird das Mäusegitter gelegt. Die Wände kleidet man mit Noppenfolie aus. So bleiben die Wände meist trocken und es rieselt keine Erde aus dem Hochbeet. Jetzt kann das Hochbeet entweder «strukturstabil» oder mit einer «Wärmepackung», von unten angefangen, aufgefüllt werden. Füllung «Strukturstabil»: Wünschen Sie möglichst wenig Materialsenkung, dann füllen Sie den unteren Teil des Hochbeets mit Schaumglasschotter, Blähton oder Geröll auf. Dann kommt ein Trenn- und Drainagevlies darauf und zum Schluss wird das Hochbeet aufgefüllt mit einer Erdmischung aus Kompost, guter, durchlässiger Erde und Mineralsubstrat.

Füllung mit «Wärmepackung»: Als unterste Schicht legen Sie zerkleinerte Äste und Zweige vom Winterschnitt hin. Diese Schicht ist durchlässig und dient auch als natürliche Drainage. Die Hauptschicht wird aus Laub, Holzschnitzel und Rohkompost gebildet. Diese wird sanft angedrückt, als oberste Schicht nimmt man Sackerde, vermischt mit fertigem Kompost. Da sich wegen des Verrottungsprozesses die Erde oben absenkt, wird diese 1–2 mal pro Jahr aufgefüllt. Eine komplette Neubefüllung sollte man nach 4–6 Jahren ins Auge fassen.

 
 

Wie bepflanze ich mein Hochbeet?

Kräuter im Hochbeet

Damit Sie dann auch Freude an den Pflanzen im Hochbeet haben, gilt es ein paar Sachen zu beachten.

Düngen Sie die Erde vor der Bepflanzung mit einem biologischen Dünger auf.

Achten Sie auf den Abstand der Pflanzen. Ausladende Exemplare setzen Sie eher an den Rand, damit diese etwas darüber wachsen können.

Säen mit Samenbändli: Einfach abschneiden, ins Gräbli legen und die Radieschen, Karotten oder Salate wachsen im richtigen Abstand.

Bei trockenem Wetter giessen nicht vergessen. Laufende Ernte bringt grössere Erträge. Um die Pflanzen fit zu halten, empfiehlt sich eine regelmässige Pflanzenstärkung mit Multikraft.

Am besten kommen Sie bei uns vorbei und profitieren von einer individuellen Beratung.

 
 

Blatt-, Kohl-, Zwiebel- und Wurzelgemüse (Feldsalat, Kohlrabi, Knoblauch oder Radieschen) sind besonders gut für's Hochbeet geeignet. Sie wurzeln alle flach und nehmen nicht viel Platz ein. Somit kann davon eine grössere Menge auf kleinen Raum gesetzt werden. Setzen Sie blühende Pflanzen so, dass Sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen. Den Pflanzen nehmen Sie so den Konkurrenzdruck um Wasser und eine mehrmalige Ernte in der Saison von Gemüse ist gesichert.

Die sonnen- und schattenliebenden hochwachsenden Pflanzen (Liebstöckel, Estragon oder Rosmarin) setzt man am besten Richtung Norden und in die Mitte des Beetes. So nehmen diese den anderen Pflanzen kein Licht weg. Kleine Pflanzen Richtung Süden und jeweils am Beetrand setzen.

Besonders Kräuter (z. B. Petersilie, Kresse oder Schnittlauch) und rankende Pflanzen immer am Rand des Hochbeetes pflanzen. Die Höhe des Hochbeetes bestimmt ebenso massgeblich, welche Kulturen gesetzt werden.

 
 

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Welche Pflanzen sind im Hochbeet eher ungeeignet?

Generell sind tiefwurzelnde Kulturen eher ungeeignet sowie Kulturen, mit grossen Blattflächen und solche die Ausläufer bilden. Pfefferminze etwa neigt dazu, sich gerne breit zu machen im Beet. Der Trick ist, den Boden von einem Plastiktopf wegzuschneiden und so einzusetzen. Die Wirkung ist gleich einer Rhizomsperre.

 
 

Die Fruchtfolge bei Gemüse

Damit der Boden nicht ermüdet, ist ein Anbau nach der Fruchtfolge ratsam. Das bedeutet: im 1. Jahr werden die Starkzehrer gesetzt, im 2. die Mittelzehrer und im 3. Jahr die Schwachzehrer.

Ein Beispiel für die Fruchtfolge bei Gemüse: Im 1. Jahr: Zwiebeln, Lauch, Aubergine und Sellerie (Starkzehrer). Im 2. und 3. Jahr: Paprika, Radieschen, Spinat oder Randen (Mittelzehrer). Ab den 3. Jahr: Bohnen, Erbsen und Feldsalat (Schwachzehrer).

Ein Beispiel für die Fruchtfolge bei Zierpflanzen: Im 1. Jahr: Chrysanthemen, Sonnenblumen, Geranien und Tulpen (Starkzehrer). Im 2. und 3. Jahr: Löwenmäulchen, Dahlien und Gloxinien (Mittelzehrer). Im 4. und s. Jahr: Azaleen, Begonien, Petunien, Primeln und Stiefmütterchen (Schwachzehrer).

 
 

Warum sollte man sich ein Hochbeet anschaffen? Wo ist der beste Standort? Lenny von Züriost bekommt Antworten von unserer Expertin, Elsa Ferstl, Agrarbiologin.

In Hochbeeten wachsen Pflanzen dank vieler Nährstoffe und Bodenwärme optimal.
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Weitere Tipps und Infos

 
 
Bereits sind die ersten Tomaten-Setzlinge verfügbar. Ab Mitte Mai dürfen diese ins Freie.
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Was tun, wenn alles abgeerntet ist?

Nachdem alles abgeerntet ist, sollte der Boden nie brach liegen. Jeweils im Spätsommer und Herbst empfehlen wir eine Gründüngung, damit der Boden ausreichend mit Stickstoff versorgt wird, vor Bodenerosion geschützt ist und nicht austrocknet. Das können z.B. Phacelia oder Gelbsenf sein. Natürlich können Sie die freien Plätze im Hochbeet nutzen, um Wintergemüse anzubauen, wie Nüsslisalat, Spinat, Zuckerhut, Federkohl oder Rosenkohl. Hat den Vorteil, dass sie ab und zu davon naschen können und gleichzeitig eine geschlossene Vegetationsdecke haben.

 
 

Die Bewässerung und Düngung

Ein Hochbeet muss deutlich mehr gegossen werden als ein Gartenbeet. Im Hochsommer bedeutet das tägliches Giessen. Setzen Sie Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf zusammen. Je nach Kultur kann im Frühjahr gedüngt werden und im Sommer nochmals nachgedüngt. Bei Mittel- und Starkzehreren ist eine Düngung vor und während der Vegetationsphase unbedingt nötig.

Gemüse ernten vom eignen Garten: Was gibt es schöneres?
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