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Vögel füttern im Winter

04.01.2021

Wer im Winter Vögel füttert, erleichtert unseren gefiederten Freunden die Nahrungssuche. Wichtig ist, dass die Fütterung fachgerecht erfolgt.

Die Schweizerische Vogelwarte in Sempach sagt: Wer im Winter Vögel füttert, erleichtert unseren gefiederten Freunden die Nahrungssuche. Darüber hinaus ermöglichen Futterhäuschen und Meisenknödel insbesondere auch Kindern die Begegnung mit der einheimischen Tierwelt. Wichtig ist, dass die Fütterung fachgerecht erfolgt.

Mit dem Schneefall beginnt für viele Vögel eine harte Zeit. Zwar sind Vögel, die den Winter in der Schweiz verbringen, gut an die harschen Verhältnisse in unseren Breitengraden angepasst. Dennoch sind die Futterstellen im Winter eine willkommene zusätzliche Nahrungsquelle. Bei der Winterfütterung sollten allerdings einige wichtige Punkte beachtet werden.

Blaumeise - Bei uns ein häufig gesehener Gast beim Futterhäuschen. 
Blaumeise - Bei uns ein häufig gesehener Gast beim Futterhäuschen.
Wo sich viele Vögel treffen (im Bild Feldsperlinge) muss auf Hygiene geachtet werden. (Bild: Marcel Burkhardt) 
Wo sich viele Vögel treffen (im Bild Feldsperlinge) muss auf Hygiene geachtet werden. (Bild: Marcel Burkhardt)
 
 

Gärten naturnah gestalten

Weil die Winterfütterung in der nächsten Umgebung von Häusern stattfindet, profitieren vor allem Vögel, die sich mit der Anwesenheit des Menschen arrangiert haben. Entscheidend für den ganzjährigen Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist, die Erhaltung vielfältiger und gesunder Lebensräume. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, leistet ganzjährig einen wichtigen Beitrag für die natürliche Vielfalt vor der eigenen Tür.

Diese nützen unseren Vögeln einerseits indirekt, denn sie sind für Insekten eine wertvollere Nahrungsquelle als exotische Pflanzen. Insekten wiederum stellen die Hauptnahrung vieler Jungvögel dar. Andererseits sind Beeren und Samenstände eine beliebte Kost für viele Kleinvögel. Kardensamen beispielsweise werden von Stieglitzen geschätzt, während die Beeren des Gemeinen Schneeballs von Gimpeln gefressen werden. Einheimische Gewächse bieten somit ganzjährig Gratisfutter.

 
 

Vom Naturerlebnis zum Umweltbewusst sein

Futterhäuschen und Meisenknödel bieten insbesondere Kindern reizvolle Einblicke ins Leben der einheimischen Wildvögel. So können das Interesse und die Freude an der Natur rund ums Haus geweckt und der Grundstein für ein späteres Natur- und Umwelt bewusstsein gelegt werden. Auch deshalb ist ein massvolles und sachgerechtes Füttern der Vögel im Winter durchaus sinnvoll.

4 Tipps zur sachgerechten Winterfütterung

1. Futterplatz an einem übersichtlichen Ort mit nahe gelegenen Rückzugsmöglichkeiten (Baum, Busch).

2. Bewährte Futtermischungen für Körnerfresser bzw. Weichfresser anbieten; gern angenommen werden Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Baum- und Haselnüsse sowie Fett; Getreidekörner sind nur bei Spatzen und Tauben beliebt.

3. Futter täglich frisch anbieten, morgens möglichst vor Sonnenaufgang sowie bei Bedarf rund zwei Stunden vor der Dämmerung.

4. Futter trocken halten und vor Schmutz und Kot schützen; Futterplatz regelmässig reinigen.

Wer seinen Garten naturnah gestaltet und einheimische Beerensträucher pflanzt, bietet Vögeln wie dem Gimpel hochwertige Nahrung an. (Bild: Marcel Burhkardt) 
Wer seinen Garten naturnah gestaltet und einheimische Beerensträucher pflanzt, bietet Vögeln wie dem Gimpel hochwertige Nahrung an. (Bild: Marcel Burhkardt)
 
 
Vogelhöhle für Wildvögel, empfohlen von BTO (British Trust for Ornithology)
Vogelhöhle für Wildvögel, empfohlen von BTO (British Trust for Ornithology)
Vogelfutter unverpackt im Garten-Center erhältlich.
Vogelfutter unverpackt im Garten-Center erhältlich.
 
 

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