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Vögel füttern im Winter: Was muss man beachten?

05.12.2022

Wer im Winter Vögel füttert, erleichtert unseren gefiederten Freunden die Nahrungssuche. Wichtig ist, dass die Fütterung fachgerecht erfolgt.

Mit dem Schneefall beginnt für viele Vögel eine harte Zeit. Zwar sind Vögel, die den Winter in der Schweiz verbringen, gut an die harschen Verhältnisse in unseren Breitengraden angepasst. Dennoch sind die Futterstellen im Winter eine willkommene zusätzliche Nahrungsquelle. Darüber hinaus ermöglichen Futterhäuschen und Meisenknödel insbesondere auch Kindern die Begegnung mit der einheimischen Tierwelt. Bei der Winterfütterung sollten allerdings einige wichtige Punkte beachtet werden.

Die Vogelwarte Sempach empfiehlt Folgendes:

Wann soll man Vögel füttern?

In Zeiten mit Nahrungsmangel, also vornehmlich bei geschlossener Schneedecke, Eisregen oder Dauerfrost, kann die Zufütterung für Kleinvögel eine Überlebenshilfe darstellen. Am besten füllt man das Futter abends rund 2 Stunden vor der Dämmerung auf, wobei nur so viel Futter eingefüllt werden sollte, dass es für 24 Stunden reicht.

Wie füttert man richtig?

Bei der Vogelfütterung ist Hygiene angezeigt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Auswahl eines passenden Futterhauses. Da es Krankheitserreger gibt, welche mit dem Kot von Vogel zu Vogel übertragen werden können, darf der Kot nicht in Kontakt mit dem Futter kommen. Es empfehlen sich daher vor allem Futterhäuser mit schmalen Krippen oder säulenförmige Futterautomaten. Das Gemisch aus Körnerresten und Kot, welches unter Futterhäusern jeweils anfällt, sollte regelmässig weggeräumt werden.

Wenn sich Vögel an einer Futterstelle versammeln, bleibt dies auch den Fressfeinden wie Katzen nicht verborgen. Damit die gut gemeinte Fütterung nicht zur Henkersmahlzeit wird, sollte die Futterstelle an einem übersichtlichen Ort platziert sein. Dennoch sind Zufluchtsorte wie Sträucher oder Bäume in der Nähe der Futterstelle wichtig, dies allerdings mit einem Abstand von ca. 2 bis 5 Metern, sodass die Übersicht gewährleistet ist.

Was soll man Vögel füttern?

Das Futter sollte möglichst der natürlichen Nahrung der Vögel entsprechen. Für Finken, Sperlinge und andere Vogelarten, welche sich von Körnern und Sämereien ernähren, empfehlen sich Mischungen mit einem hohen Anteil an Hanfsamen oder Sonnenblumenkernen.

Ein Futterhaus wird jedoch nicht nur von Körnerfressern besucht. Auch sogenannte Weichfresser, darunter Amsel und Rotkehlchen, bedienen sich an einer Futterstelle. Ihnen kann man Äpfel, Weinbeeren, Haferflocken oder gehackte Baumnüsse anbieten.

Mehr Infos zur Vogelfütterung: https://www.vogelwarte.ch/de/vogelwarte/news/medienmitteilungen/zu-tisch-bei-familie-vogel

Textquelle: Vogelwarte Sempach

Das Schöne an der Vogelfütterung ist auch die Beobachtung, welche ein Futterhaus ermöglicht. 
Das Schöne an der Vogelfütterung ist auch die Beobachtung, welche ein Futterhaus ermöglicht.
 

Gärten naturnah gestalten

Weil die Winterfütterung in der nächsten Umgebung von Häusern stattfindet, profitieren vor allem Vögel, die sich mit der Anwesenheit des Menschen arrangiert haben. Entscheidend für den ganzjährigen Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist, die Erhaltung vielfältiger und gesunder Lebensräume. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, leistet ganzjährig einen wichtigen Beitrag für die natürliche Vielfalt vor der eigenen Tür.

Diese nützen unseren Vögeln einerseits indirekt, denn sie sind für Insekten eine wertvollere Nahrungsquelle als exotische Pflanzen. Insekten wiederum stellen die Hauptnahrung vieler Jungvögel dar. Andererseits sind Beeren und Samenstände eine beliebte Kost für viele Kleinvögel. Kardensamen beispielsweise werden von Stieglitzen geschätzt, während die Beeren des Gemeinen Schneeballs von Gimpeln gefressen werden. Einheimische Gewächse bieten somit ganzjährig Gratisfutter.

 
 

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