So pflegen Sie Ihre Zimmerpflanzen richtig
Samstag, 31. Januar I 10 Uhr & 14 Uhr
Mehr erfahren20.01.2025
Die Echte Aloe, botanisch Aloe vera, ist als Heilpflanze eine wahre Alleskönnerin. Von den rund 500 Aloe-Arten sind nur wenige medizinisch relevant – darunter Aloe arborescens, Aloe ferox und eben die berühmte Aloe vera. Sie ist nicht nur pflegeleicht, sondern auch eine wertvolle natürliche Helferin bei Hautirritationen, Sonnenbrand, Insektenstichen und sogar Verdauungsproblemen. Wer auf natürliche Heilmethoden setzt, sollte sich unbedingt eine Echte Aloe ins Haus holen! Hier erfährst du, wie du sie optimal pflegst.
Aloe vera liebt Wärme und Sonne, muss aber nach der Überwinterung immer erst langsam daran gewöhnt werden.
Im Sommer ist die sukkulente Pflanze ideal auf einem sonnigen und geschützten Ort platziert. Regen und Wind lassen das Gefäss gerne umfallen. Wenn im Herbst die Temperaturen unter 10 °C fallen, muss sie ins helle, warme Winterlager umziehen.
Die Erde muss durchlässig und nach Möglichkeit etwas kalkhaltig sein, am besten eignet sich Kakteenerde. Da die dicht rosettig am Stamm angeordneten Laubblätter oft zur Seite wachsen, ist ein schweres, stabiles Pflanzgefäss sinnvoll, um ein Umkippen zu verhindern.
Alle paar Jahre kann man seine Aloe in ein etwas grösseres Gefäss umtopfen. Wobei zu beachten ist, dass Aloe lieber in einem engen Gefäss wachsen. Erst wenn die Porportionen nicht mehr passen und der Topf beim kleinsten WIndstoss umfällt, ist es Zeit zum Umtopfen. Achte dabei darauf, die Pflanze am Ansatz zu umgreifen und die Blätter nicht zu verletzen.
Die häufigste Ursache für das Eingehen einer Echten Aloe ist zu regelmässige Feuchtigkeit im Wurzelbereich. Als sukkulente Wüsten-Pflanze speichert sie in ihren dicken Blättern Wasser um für Trockenphasen lange von diesem Vorrat zu zehren. Wichtig ist, dass die Pflanze nach Wassergaben jeweils wieder so lange trocken gehalten wird, dass sie ihren natürlichen Wasserspeicher in den Blättern anzapft. Wurzelfäule durch Nässe wird meist erst sichtbar, wenn es zu spät ist, und die Pflanze verfault von innen heraus.
Im Sommer den Pflanzballen ganz leicht feucht halten.
Im Winter kann man ihn fast austrocknen lassen. Eine Wassergabe alle 4 bis 6 Wochen reicht.
Wichtig: Überschüssiges Giesswasser muss ablaufen können.
Nicht von oben, sondern um die Erde, um den Stamm herum giessen. Wasser in den Blattrosetten kann zu Schäden führen.
Zum Düngen vermischt man in der Wachstumszeit im Sommer bei jeder zweiten Wassergabe das Giesswasser mit Spezialdünger für Sukkulenten oder mit Bio-Universaldünger.
Die Aloe vera ist ein Kind der Sonne und mag es warm. Unsere kalten Winter sind nichts für sie. Ab Temperaturen unter 10 °C sollte man sie deswegen ins helle, temperierte Winterquartier bringen. Optimal ist im Winter ein Standort bei 12-15°C.
Die Aloe vera zu vermehren ist ganz einfach. Im Alter von zwei bis drei Jahren beginnt die Pflanze damit, regelmässig Kindel (Wurzelausläufer) zu bilden, die problemlos abgetrennt und separat eingepflanzt werden können. Alternativ kannst du auch von den fleischigen Blättern Stecklinge nehmen.
Dazu schneidet man einen gut ausgebildeten Seitenspross mit einem scharfen, sauberen Messer ab. Die Blätter sind sehr wasserreich und damit fäulnisgefährdet: deswegen muss man sie 30 bis 40 Stunden trocknen lassen, bevor man sie einpflanzt. Dazu die Blatt-Stecklinge ein bis zwei Zentimeter tief in das Substrat stecken und leicht andrücken. Handelt es sich um ein sehr langes Blatt, kann man es mit Stäben fixieren. Zuletzt angiessen und an einen sonnigen Standort platzieren.
Die Vermehrung über Kindel ist noch einfacher. Man nimmt dazu die Mutterpflanze vorsichtig aus dem Topf und schüttelt die Erde ab. Die Kindel kann man mit den Fingern von der Mutterpflanze lösen und in ein separates Gefäss eintopfen. Wichtig bei dieser Methode ist, dass die Kindel mindestens fünf Zentimeter lang sind und bereits ihre eigenen Wurzelansätze ausgebildet haben.
Eine Aloe vera ist nach etwa drei Jahren erntereif. So lange dauert es, bis sich die wertvollen Wirkstoffe vollständig entfalten. Damit sie sich nach dem Schnitt erholen kann, solltest du immer genug Blätter an der Pflanze lassen und nicht mehr als zwei Blätter auf einmal ernten – im Winter noch weniger.
Zur Ernte die ältesten Blätter möglichst weit unten und nahe am Stamm mit einem scharfen und sauberen Messer abschneiden, dann waschen. Um den Saft auffangen und entsorgen zu können, stellt man die geernteten Blätter senkrecht 1.5 bis 2 Stunden in ein Wassergefäss. Der Saft – er wird als Aloin bezeichnet – riecht etwas unangenehm und schützt die Pflanze in der Natur vor Fressfeinden. Um sicherzugehen, dass wirklich alles Aloin ausgeflossen ist, schneidet man von der Schnittfläche einen weiteren Zentimeter ab. Jetzt kann man die Blätter der Länge nach halbieren und das Aloe vera-Gel ernten, in man es mit einem Löffel herausschabt.
Das Gel ist naturrein und beinhaltet 150 lebenswichtige Nährstoffe. Man kann es sofort nutzen, einfrieren oder in einem abschliessbaren Glas für zwei Wochen im Kühlschrank lagern. Generell gilt: Je frischer das Gel aufgetragen wird, desto besser.
Das Anwendungsgebiet von Aloe vera-Pflanzenbestandteilen ist riesig! Vor allem bei äusserer Verwendung hat sich das Gel bewährt. Neben dem Wirkstoff Acemannan enthält die Pflanze verschiedene Fettsäuren und Polysaccharide, die sehr entzüngshemmend wirken. Das Gel wird daher zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen, Verbrennungen, Sonnenbrand, aber auch rauer Haut, Abszessen, Akne, Fusspilz, Neurodermitis, Herpes, schlecht heilenden Wunden, Prellungen, Ekzemen, Schuppen und vielem mehr verwendet. In der Kosmetikindustrie wird das Gel vor allem als Feuchtigkeitsspender in Salben und Cremes eingesetzt.
Bei akuten Verbrennungen, Schürfwunden und anderen kleineren Verletzungen kannst du einfach ein Blatt auf die angegriffene Haut legen.
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