An diversen meiner Sträucher habe ich im vergangenen Jahr weisse Beläge festgestellt. Was ist das und was kann ich dagegen tun? Weisse, watteartige Beläge deuten auf einen Schildlausbefall hin. In den letzten Jahren haben sich verschiedene Arten stark ausgebreitet, zum Beispiel die Hortensienwollschildlaus, die sich gern auf der Rückseite der Hortensienblätter aufhält, die Maulbeer-Schildlaus oder die Spindelstrauch-Deckelschildlaus. Sie befallen neben ihren namensgebenden Wirten manchmal auch andere Arten. Sie alle schützen sich mit Wachsausscheidung oder einem Schild, was sie nur schwer zu erkennen und zu bekämpfen macht. Am wirksamsten ist eine Behandlung mit speziellen Ölpräparaten auf Rapsölbasis. Diese Mittel überziehen Eier und Larven der überwinternden Schädlinge mit einem feinen Film und erschweren dadurch die Weiterentwicklung der Schadinsekten. Idealer Zeitpunkt für die Anwendung ist Ende Winter, wenn noch wenig Blätter die Befallsstellen abschirmen und der Strauch gut zugänglich ist. Die Wirkung der Mittel ist stark temperaturabhängig. Bei trockener Witterung ist eine Bekämpfung, resp. Behandlung bereits ab 5 °C möglich, die beste Wirkung stellt sich aber bei Temperaturen um 12 °C ein. Nach einigen Tagen solltest du die Behandlung wiederholen, da sich der Ölfilm durch Regen oder Sonneneinstrahlung teilweise auflöst - ähnlich wie ein Lippenstift, der abhängig von den Witterungsbedingungen jeweils mehr oder weniger schnell verschwindet. Bevor du mit der Behandlung beginnst, kannst du stark befallene Triebe vorsichtig zurückschneiden oder den Belag mechanisch abbürsten. Entferne ausserdem das befallene Falllaub am Boden – so verringerst du das Risiko einer erneuten Ausbreitung.