Unsere Pfingstrosen begleiten uns schon seit Jahrzehnten und blühen jedes Jahr prächtig. Doch das Laub wird mit der Zeit zunehmend fleckig – dieses Jahr besonders stark. Auch Teile der Stängel sind betroffen. Kann ich die oberirdischen Pflanzenteile jetzt schon zurückschneiden, ohne der Pflanze zu schaden? Oder gibt es andere Möglichkeiten? Was du beobachtest, ist sehr wahrscheinlich ein Pilzbefall – genauer gesagt: die Cladosporium-Blattfleckenkrankheit (Cladosporium paeonia). Dieser Pilz tritt bevorzugt bei warm-feuchtem Wetter auf. Er zeigt sich durch grosse, hellbraune bis violette Flecken an den Blatträndern und Blattspitzen. Wenn du das Blatt umdrehst, erkennst du auf der Rückseite einen bräunlichen Sporenbelag. Befallene Blätter und Stängel kannst du bedenkenlos entfernen. Die Pflanzen werden dadurch nicht leiden. Im Gegenteil – es tut ihnen sogar gut und im nächsten Frühjahr werden sie wieder kräftig austreiben. Wichtig ist, dass du bereits bei den ersten Anzeichen zur Schere greifst, um die Ausbreitung zu bremsen. Vorbeugend solltest du auf genügend Abstand zwischen den Pflanzen achten, damit die Luft gut zirkulieren kann und das Laub rascher abtrocknet. Entferne im Frühling das alte Laub konsequent – das hilft, Krankheitskeime mechanisch aus dem Beet zu holen. Bei starkem oder wiederholtem Befall empfehlen wir zusätzlich Pflanzenstärkung mit Mikroorganismen oder nützlichen Pilzen wie Trichoderma, die schädliche Pilze gezielt unterdrücken.