Wenn sich Blätter und Triebe deines Spindelstrauchs (Euonymus) weisslich verfärben, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es sich um die Spindelstrauch-Deckelschildlaus handelt. Dieser Lästling ist inzwischen weit verbreiteter, besonders an seiner Wirtspflanze Euonymus japonicus. Wächst dieser in Kübeln und steht an einem überdachten, geschützten, trockenen und warmen Standort, ist das wie eine Einladung für die hungrigen Deckelschildläuse. Kleine, helle Punkte auf der Blattoberseite sind erste Schadsymptome. Unter günstigen Vermehrungsbedingungen sind im Nu aber auch Zweige, Äste und Blätter flächig von den Schilden der Tiere bedeckt. Die befruchteten Weibchen überwintern und legen im Frühjahr viele Eier unter ihrem Schild ab. Ab Juni schlüpfen die beweglichen, mikroskopisch kleinen, orange-gelb gefärbten Larven (Crawler), die sich schnell auf der Pflanze ausbreiten und mit ihrem Saugrüssel Zellen anstechen – das schwächt den Strauch massiv. Bei einem leichten Befall solltest du die am ärgsten befallenen Pflanzenteile wegschneiden. Dann reinigst du die überbleibenden Triebe mit einer alten Zahnbürste. Als letztes erfolgt eine Schutzbehandlungen mit Öl-Präparaten. Damit sie wirken, empfehlen wir zuerst 3 Behandlungen im Abstand von 2 Tagen, anschliessend eine weiter Behandlung nach 14 Tagen. Die letzte Behandlung erfolgt einen Monat später. Der beste Zeitpunkt ist jeweils im Frühsommer (Juni). Damit die Pflanze nicht gleich wieder ins Visier der Spindelstrauch-Deckelschildlaus gerät, solltest du sie an einer anderen Stelle deines Gartens oder der Terrasse platzieren. Wenn du ihre natürlichen Feinde förderst, vor allem Marienkäfer und Florfliegen, ist dir die Unterstützung einer probaten Truppe sicher. Aber falls der Befall stark ist, bleibt wohl nur der radikale Schritt: Übergebe den Spindelstrauch der Kompostierung und ersetze ihn durch eine andere Pflanzenart.