Dieses Schadbild ist meist auf winzige Schädlinge wie Kräuterzikaden oder Spinnmilben zurückzuführen. Beide sind so klein, dass man sie mit blossem Auge kaum sieht – es sei denn, der Tag ist sehr sonnig und warm, dann sind sie manchmal auf der Blattunterseite erkennbar. Ein klares Indiz für ihr Vorhandensein sind die hellen Saugspuren auf den Blättern, die auch auf dem Foto dokumentiert sind. Bei den Zikaden gibt es mehrere Arten, die sich in der Biologie unterscheiden und zu unterschiedlichen Zeiten aktiv sind. Verhindern lässt sich ein Befall kaum. Unser Tipp: Ist die die Pflanze sehr arg befallen, schneide sie mutig zurück und gönne ihr eine gute Portion Dünger. So treibt der Salbei rasch wieder frisch und unbeschadet aus – und wächst den Lästlingen quasi davon. Besonders häufig betroffen sind Pflanzen an geschützten, überdachten Standorten. Deshalb kann neben dem Rückschnitt schon ein Standortwechsel helfen: Stelle deinen Salbei an einen freien, nicht überdachten Platz - das mögen die Zikaden weniger gern. Falls der Schaden von Spinnmilben stammt, erkennst du das an feinen Gespinsten um die Blätter oder einer Art "staubigem" Belag auf der Blattunterseite. Im späteren Stadium verursacht die massive Saugtätigkeit der winzigen Spinnentiere gesprenkelte Blattoberseiten - nach und nach werden die Blätter braun und fallen schliesslich ab. Wächst dein Salbei im Topf oder Kistchen, so reicht es, das Gefäss an einen gut durchlüfteten, witterungsexponierten Ort zu stellen. Da auch die Spinnmilben warme und geschützte Plätze mögen, werden sie sich bald zurückziehen. Entferne danach die betroffenen Triebe – das fördert einen gesunden Neuaustrieb.