Mein grosser Geranienstock leidet unter Raupenfrass. Vor allem die jungen Knospen sind betroffen: Sie sind durchlöchert und regelrecht ausgehöhlt. Seitdem ich den Befall entdeckt habe, untersuche ich täglich die Blüten und Knospen – bis jetzt habe ich über 30 Raupen gefunden und entfernt. Heute war es nur noch eine, etwas grössere, von der ich ein Foto beilege. Die meisten Raupen waren grün, aber es gab auch braune. Könnte es sein, dass ich die Anzahl der Raupen mit dem täglichen Absammeln bereits reduziert habe, oder sind sie nachtaktiv und ich sehe die meisten deshalb nicht? Ausserdem habe ich einige eingerollte, gelbe Blätter entdeckt, in denen sich Ohrwürmer versteckten. Können diese den Geranien ebenfalls schaden? Raupen an Geranien sind gerade bei warmem Wetter keine Seltenheit – der Bafallsdruck hängt stark von der Witterung ab. Es gibt unzählige Arten von Schmetterlingsraupen, und je nachdem, ob sie von Tag- oder Nachtfaltern stammen, sind sie zu unterschiedlichen Zeiten aktiv. Dein tägliches Absammeln ist bereits ein erster wirksamer Schritt. Besonders effektiv ist die Kontrolle bei einbrechender Dämmerung - dann sind auch die nachtaktiven unterwegs. Wennn der Befall überhandnimmt, kannst du biologische Pflanzenschutzmittel gegen Raupen von Faltern einsetzen. Diese Präparate wirken gezielt gegen fressende Falterraupen. Auch deren Auftreten hängt von den Witterungsbedingungen ab. Unser Gemeiner Ohrwurm gilt eher als Nützling, da er zum Beispiel Blattläuse oder kleine Raupen frisst. Nur wenn er in Massen auftritt oder es sich in den Blüten gemütlich macht, kann er Schaden anrichten. In diesem Fall hilft es, die Tiere regelmässig abzusammeln. Mit etwas Geduld und regelmässiger Kontrolle solltest du deine Geranie bald schon wieder gesund und in voller Blüte geniessen können.