Meine etwa 30-jährige Birkenfeige Ficus benjamina verliert seit einigen Monaten ständig Blätter. Erst verfärben sie sich gelb-braun, dann fallen sie – und zwar vom Stamm aus entlang der Äste, bis diese kahl sind und später absterben. In der Mitte der kahlen Äste zeigt sich beim Schneiden jeweils eine dunkle Verfärbung. Ist das eine Krankheit? Und wie kann ich das Absterben stoppen? Keine Sorge - hinter dem beschriebenen Phänomen steckt keine Krankheit, sondern eine physiologische Reaktion auf den Lichtmangel im Herbst und Winter. Ab Mitte September nimmt die Lichtintensität deutlich ab. Die Tage werden kürzer und sind oft nebelverhangen – all das stresst die Pflanzen. Das führt zu Blattfall und kann sogar das Absterben von Triebspitzen auslösen. Auch der natürliche Blattwechsel verstärkt das Phänomen. Alle 4 bis 6 Jahre ist bei der Birkenfeige Zeit für einen natürlichen Blattwechsel. Meist findet diese Regeneration nach einem Standort- oder Jahreszeitwechsel statt. Eher knappe Luftfeuchtigkeit kann diesen natürlichen Blattwechsel noch verstärken. Aber s lange dein Ficus an den Spitzen neue Blätter bildet, kannst du davon ausgehen, dass mit ihm alles in Ordnung ist. Allerdings kann die Pflanze auch übermässig Blätter abstossen, wenn das Erdreich zu feucht ist oder sie in der dunklen Jahreszeit, also von Oktober bis April, in besonders langen «düsteren» Perioden zu weit entfernt vom Fenster steht. Ich rate, eher noch weniger Wasser zu geben – von Oktober bis März nur alle 2 bis 3 Wochen; von April bis September alle 1 bis 2 Wochen - und die Pflanze möglichst nahe am Fenster zu platzieren.