Wir wollen den Garten neu gestalten und dazu einen Hang etwas einebnen. Allerdings steht dort ein Laubbaum, dessen Stamm dabei mit etwa 50 cm Erde bedeckt würde. Ist das möglich? Grundsätzlich ist das möglich – aber eine Überschüttung von über 40 cm vertragen die wenigsten Bäume. Wird der Stamm dauerhaft mit Erde bedeckt, leidet die Wurzelatmung und die Rinde beginnt mit der Zeit zu faulen. In der Folge wird der Baum langsam absterben. Damit das nicht passiert, wäre es ideal, wenn du den Baum im Zuge der Umgestaltung höher setzen würdest. Ist er noch relativ jung – also drei bis vier Jahre an seinem Platz – lässt er sich noch mit überschaubarem Aufwand verpflanzen. Bei älteren Bäumen wird das kniffelig, denn ihr Wurzelwerk ist mindestens so verzweigt ist wie die Krone. Dieses Verhältnis muss jedoch weitgehend bestehen bleiben, damit ein guter Stand sowie eine gute Wasserversorgung garantiert ist. Allerdings ist es in diesem Fall kaum möglich, den Baum mitsamt dem ganzen Wurzelwerk auszugraben. Wenn der Baum noch jung ist, eignet sich der Winterbeginn am besten für das Umsetzen. Zur Vorbereitung solltest du aber ein Jahr vorher die Wurzeln rund einen Meter vom Stamm entfernt abstechen. Der Baum bildet daraufhin viele neue kleine Faserwurzeln – sie sind die Grundlage für ein neues Wurzelsystem. Ab dem folgenden Spätsommer kannst du den Baum dann höher pflanzen. Danach heisst es: giessen, giessen, giessen – auch über den Winter hinweg. Ist das Umpflanzung nicht machbar, empfehlen wir, in einem möglichst grossen Abstand zum Stamm eine Mauer in der Höhe der Aufschüttung zu ziehen. So bleibt der Stamm frei, der Baum gesund – und du gewinnst ganz nebenbei einen charmanten Senkgarten, vielleicht sogar mit integrierter Sitzmöglichkeit.