DU FREUST DICH AUF KNACKIGES GEMÜSE UND AROMATISCHE KRÄUTER AUS DEINEM EIGENEN GARTEN – DOCH PLÖTZLICH ENTDECKST DU ANGEKNABBERTE BLÄTTER, KLEBRIGE SPUREN ODER WINZIGE TIERCHEN? KEINE SORGE, DU BIST NICHT ALLEIN. LÄSTLINGE UND SCHÄDLINGE GEHÖREN ZUM GARTEN DAZU, ABER SIE MÜSSEN DIR NICHT DEN SPASS AM GÄRTNERN VERDERBEN. IN DIESEM BEITRAG ZEIGEN WIR DIR, WIE DU DIE HÄUFIGSTEN LÄSTLINGE UND SCHÄDLINGE AN GEMÜSE UND KRÄUTERN ERKENNST, WAS WIRKLICH GEGEN SIE HILFT UND WIE DU MIT EINFACHEN, NATÜRLICHEN MITTELN DEINEN GARTEN IN EINE WOHLFÜHLOASE FÜR PFLANZEN (UND DICH) VERWANDELST. LASS UNS GEMEINSAM DEN GEFRÄSSIGEN TIERCHEN AUF DIE SCHLICHE KOMMEN UND DEINEN GRÜNEN DAUMEN STÄRKEN. Zuert gilt es zwischen Lästlingen und Schädlingen zu unterscheiden. Beide sind manchmal echte Meister darin, sich zu verstecken und erst dann aufzufallen, wenn sie schon ein kleines Festmahl veranstaltet haben. Aber das ist kein Grund zur Panik. Zuerst lohnt es sich, die häufigsten Übeltäter kennenzulernen. Denn nur wer weiss, mit wem er es zu tun hat, kann gezielt handeln. Im Gemüsegarten tummelt sich ein ganzer Zoo, welcher in seiner Vielfalt das natürliche Gleichgewicht bildet: Von winzigen Blattläusen, die sich in Windeseile vermehren, über gefrässige Schnecken, Ohrwürmer, Wanzen, Spinnen, Wespen und viele mehr. *** Aber warum sind Schädlinge manchmal in der Überzahl? *** Die Natur muss so eingerichtet sein, dass vor den Nützlingen immer zuerst die Schädlinge vor Ort sind. Nur so können die Nützlinge überleben. Im Gegenzug sind jedoch die frühen Schädlinge im Vorteil, weil sie sich vor den Nützlingen vermehren. Jedenfalls ist dein Garten ein kleines Paradies, nicht nur für dich, sondern auch für allerlei Insekten und Krabbler. Sie suchen Nahrung, Schutz und manchmal auch ein Plätzchen für ihren Nachwuchs. Das gehört zur Natur dazu. Beobachte deine Pflanzen regelmässig und nimm kleine Veränderungen ernst. Je früher du Schädlinge entdeckst, desto leichter kannst du gegensteuern. Und falls du nicht genau weisst, mit wem du es zu tun hast, frag einfach in unserem Garten-Center Meier nach. Unsere Gärtnerinnen und Gärtner teilen gerne ihre Erfahrung mit dir. Gemeinsam könnt ihr die Übeltäter identifizieren. Du musst nicht jeden Schädling sofort beim Namen kennen. Wichtig ist, dass du typische Spuren wie Löcher, Gespinste, klebrige Beläge oder Schleimspuren erkennst. So kannst du schnell reagieren und deine Pflanzen schützen. Hier sind die typischsten Kandidaten: BLATTLÄUSE: * Winzige, meist grüne oder schwarze Tierchen * Sitzen oft an jungen Trieben und Blattunterseiten * Saugen Pflanzensaft und hinterlassen klebrigen Honigtau * Typisches Anzeichen: Verkrümmte, klebrige Blätter und ganze Kolonien unter den Blättern SCHNECKEN: * Besonders aktiv nach Regen und in feuchten Nächten * Fressen grosse Löcher in Blätter von Salat, Basilikum & Co. * Hinterlassen glänzende Schleimspuren auf Wegen und Pflanzen SPINNMILBEN: * Winzig klein, kaum mit blossem Auge zu sehen * Bilden feine Gespinste an den Blattunterseiten * Blätter werden gelb, trocken und fallen ab * Besonders bei Hitze und Trockenheit aktiv WEISSE FLIEGEN: * Kleine, weisse Insekten, die bei Berührung auffliegen * Sitzen an der Blattunterseite und saugen Pflanzensaft * Können Krankheiten übertragen und schwächen die Pflanze RAUPEN (Z.B. KOHLWEISSLING): * Fressen grosse Löcher in Kohl, Brokkoli und andere Kreuzblütler * Oft bleibt nur noch das Blattgerippe übrig * Typisch: Kleine grüne Raupen auf oder unter den Blättern RAUPEN (VOM APFELWICKLER) * Bedeutender Obstschädling * kleine, weisslich-gelbe Raupe, später rosa mit dunklem Kopf * anfangs ca. 2 mm, später 1.5 bis 2 cm * Bei Würmer im Apfel handelt es sich meist um den Apfelwickler WEITERE SCHÄDLINGE: * Thripse, Minierfliegen, Wurzelläuse und andere Spezialisten * Jeder Schädling hinterlässt typische Spuren – achte auf Veränderungen an deinen Pflanzen *** Natürliche und biologische Methoden zur Schädlingsbekämpfung *** Die gute Nachricht: Es gibt viele natürliche und biologische Methoden, die deinen Garten schützen – und dabei sogar die Umwelt schonen. Denn du willst ja nicht nur leckeres Gemüse und duftende Kräuter ernten, sondern auch ein gutes Gefühl dabei haben, oder? Fangen wir mit den Hausmitteln an. Ein Sud aus Brennnesseln wirkt gegen viele saugende Insekten und stärkt gleichzeitig deine Pflanzen. Und gegen Schnecken helfen Schneckenkragen als zuverlässige Barriere. Auch die neue Schneckenfalle von Hauert bietet Schutz vor Nacktschnecken. **** Sorge für eine gute und starke Nachbarschaft **** Ein weiterer Trick: Mischkultur und Kräuter als Schutzschilde. Setze zum Beispiel Ringelblumen oder Tagetes zwischen dein Gemüse. Diese Blumen halten viele Schädlinge fern und sehen dazu noch wunderschön aus. Auch stark duftende Kräuter wie Lavendel, Thymian oder Salbei vertreiben ungebetene Gäste. *** Behalte deinen Garten immer im Auge *** Und vergiss nicht: Regelmässiges Beobachten ist das A und O. Je früher du Schädlinge entdeckst, desto einfacher kannst du sie in Schach halten. Kontrolliere deine Pflanzen am besten täglich – das dauert nur ein paar Minuten und du bist immer auf dem neuesten Stand. Du musst nicht alles alleine machen. In deinem Garten gibt es kleine Superhelden, die dir beim Kampf gegen Schädlinge tatkräftig unter die Arme greifen. Diese Nützlinge sind die wahren Stars im Gemüse- und Kräuterbeet – und das Beste daran: Sie arbeiten rund um die Uhr und verlangen keinen Lohn, höchstens ein bisschen Gastfreundschaft. Einige Nützlinge bekommst du auch bei uns an der Pflanzenschutz-Beratungstheke. Lass dich beraten. MARIENKÄFER: * Die Larven fressen Hunderte von Blattläusen und befreien so deine Pflanzen. * Marienkäfer zeigen, dass dein Garten im Gleichgewicht ist. * Wie lockst du Marienkäfer an? Verzichte auf chemische Spritzmittel und pflanze blühende Kräuter wie Dill, Fenchel oder Koriander als Nahrungsquelle und Unterschlupf. FLORFLIEGEN: * Ihre Larven sind gefrässige Blattlausjäger. * Florfliegen mögen wilde Ecken und unaufgeräumte Bereiche im Garten. * Lass ruhig mal ein bisschen „Unordnung“ zu – das freut die Nützlinge SCHWEBFLIEGEN: * Die Larven fressen Blattläuse, Thripse und andere Schädlinge. * Schwebfliegen lieben blühende Kräuter und Blumen. LAUFKÄFER UND SPINNEN: * Beide sind nachtaktive Jäger und halten Schnecken sowie andere Krabbeltiere in Schach. * Schaffe Rückzugsorte wie Steinhaufen, Laub oder Totholz – dann fühlen sie sich wohl. NEMATODEN: * Winzige Fadenwürmer, die gezielt gegen Bodenschädlinge wie Engerlinge oder Trauermücken eingesetzt werden können. SO FÖRDERST DU NÜTZLINGE IN DEINEM GARTEN: * Schaffe Vielfalt durch verschiedene Pflanzen, Blumen und Kräuter. * Lass ein paar wilde Ecken stehen und biete Unterschlupf (z. B. Insektenhotels, Steinhaufen, Laubhaufen). *** Vorbeugen statt heilen: Tipps für einen gesunden Garten ohne Schädlinge *** Wenn deine Pflanzen von Anfang an kräftig und gesund wachsen, haben Schädlinge es viel schwerer, sich breit zu machen. Achte deshalb darauf, dass deine Gemüse- und Kräuterbeete an einem passenden Standort stehen, genügend Licht bekommen und in nährstoffreicher, lockerer Erde wurzeln dürfen. Ein gesunder Boden ist das Fundament für starke Pflanzen und damit die beste Versicherung gegen hungrige Plagegeister. Auch Vielfalt zahlt sich aus. Mischkultur und Fruchtfolge bringen nicht nur Abwechslung ins Beet, sondern wirken wie ein natürlicher Schutzschild. Am Ende zählt vor allem eins: Mit Liebe, Aufmerksamkeit und ein paar natürlichen Tricks bleibt dein Garten gesund und lebendig. Schädlinge gehören einfach zum Gärtnern dazu – aber sie müssen dir nicht die Freude verderben. Mit ein wenig Wissen, regelmässiger Kontrolle und natürlichen Methoden kannst du deinen Garten schützen und stärken. Und falls du mal nicht weiter weisst, sprich einfach unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Garten-Center Meier an, sie teilen gerne ihre Erfahrungen mit dir, damit du deinen Garten vor Schädlingen schützen kannst.