WENN DU DEINEN GARTENBODEN AUF NATÜRLICHE WEISE VERBESSERN UND DABEI NOCH ETWAS FÜR BIENEN UND CO. TUN MÖCHTEST, IST EINE GRÜNDÜNGUNG GENAU DAS RICHTIGE FÜR DICH. MIT DIESER CLEVEREN METHODE SCHENKST DU DEINEM BODEN EINE ECHTE WELLNESSKUR – GANZ OHNE CHEMIE. EGAL, OB DU GERADE ERST MIT DEM GÄRTNERN STARTEST ODER SCHON EIN PAAR BEETE DEIN EIGEN NENNST: GRÜNDÜNGUNG IST KINDERLEICHT, MACHT FREUDE UND SORGT DAFÜR, DASS DEINE PFLANZEN IM NÄCHSTEN JAHR SO RICHTIG DURCHSTARTEN. IN DIESEM BEITRAG ERKLÄREN WIR DIR, WIE DU MIT PFLANZEN DEINEN GARTENBODEN LOCKERST, NÄHRSTOFFE ANREICHERST UND UNKRAUT ELEGANT IN SCHACH HÄLTST. LASS DICH INSPIRIEREN UND ENTDECKE, WIE EINFACH NACHHALTIGES GÄRTNERN SEIN KANN. Hast du dich schon mal gefragt, warum manche Gärten einfach immer so gesund und lebendig aussehen? Ein grosses Geheimnis dahinter ist die Gründüngung. Aber was steckt eigentlich dahinter? Gründüngung bedeutet, dass du bestimmte Pflanzen aussäst, nicht um sie zu ernten, sondern um deinem Boden eine Extraportion Pflege zu gönnen. Diese Pflanzen wachsen für einige Wochen oder Monate, lockern mit ihren Wurzeln die Erde auf und holen wertvolle Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten nach oben. Sie schützen den Boden vor Erosion und unterdrücken Unkraut. Der Clou: Wenn du die Gründüngungspflanzen nach ihrer Blüte abmähst, antrocknen lässt und anschliessend in den Boden einarbeitest, verwandeln sie sich in wertvollen Humus. Besonders für Gartenanfänger und junge Eigenheimbesitzer ist Gründüngung ein echter Gamechanger: Du kannst mit wenig Aufwand und ganz ohne Chemie langfristig für gesunde, kräftige Pflanzen sorgen. Und das Beste daran? Du tust nicht nur deinem Garten, sondern auch der Umwelt einen riesigen Gefallen. Also, worauf wartest du noch? Gönn deinem Boden diese grüne Wellnesskur. Und wir zeigen dir, wie genau das geht. *** Die besten Pflanzen für die Gründüngung *** Welche Pflanzen eignen sich eigentlich besonders gut für die Gründüngung? Hier hast du die Qual der Wahl, denn es gibt eine bunte Palette an Arten, die deinem Boden auf die Sprünge helfen. Für den Start empfehlen wir dir Klassiker wie Phacelia (Phacelia tanacetifolia), auch als Bienenfreund bekannt – sie sieht nicht nur hübsch aus, sondern lockt mit ihren violetten Blüten jede Menge Bestäuber in deinen Garten. Ein weiterer geeigneter Kandidat ist der Gelbsenf (Sinapis alba): Er wächst blitzschnell, unterdrückt Unkraut und ist ideal für die Gründüngung im Herbst oder Frühling. Beachte, dass du nachher keine Kohlgewächse oder Raps setzen solltest. **** Für jeden Anspruch die passenden Pflanzen **** Wenn du deinen Boden mit Stickstoff versorgen möchtest, greif zu Leguminosen wie dem Rotklee (Trifolium pratense) oder der Lupine (Lupinus angustifolius). Diese Pflanzen gehen eine geniale Partnerschaft mit Bodenbakterien ein und reichern den Boden mit wertvollem Stickstoff an – das freut nicht nur deine Gemüsepflanzen, sondern auch die Umwelt. Für schwere Böden eignen sich tiefwurzelnde Arten wie Ölrettich (Raphanus sativus var. oleiformis) oder Winterwicke (Vicia villosa), die den Boden richtig schön auflockern. *** Auch im Hochbeet ist Gündüngüng eine gute Idee *** Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle auch: Welche Gründüngung passt ins Hochbeet? Hier kannst du zum Beispiel Buchweizen (Fagopyrum esculentum) ausprobieren – er wächst schnell, ist pflegeleicht und lässt sich leicht wieder entfernen. Und das Beste: Viele dieser Pflanzen bieten Bienen, Schmetterlingen und anderen Nützlingen ein echtes Festmahl. Du schlägst also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe – dein Boden wird fit, und dein Garten summt und brummt vor Leben. Probier einfach verschiedene Arten aus und sprich auch gerne unsere Mitarbeiter im Garten-Center Meier an. Wir beraten dich gerne rund ums Thema Gründüngung. Die gute Nachricht: Gründüngung ist sehr flexibel. Du kannst sie im Frühling, Sommer oder Herbst aussäen – je nachdem, wann in deinem Beet gerade Platz frei wird. Besonders beliebt ist die Aussaat nach der Ernte im Spätsommer oder Herbst, zum Beispiel wenn Tomaten und Zucchini das Feld geräumt haben. Aber auch im Frühling, bevor du dein Gemüse setzt, kannst du den Boden mit einer schnellen Gründüngungskur aufpeppen. *** Und so geht’s: *** Lockere zuerst den Boden mit einer Harke oder Grabegabel, damit die Samen einen guten Start haben. Säe die Gründüngungspflanzen – zum Beispiel Phacelia (Phacelia tanacetifolia), Gelbsenf (Sinapis alba) oder Buchweizen (Fagopyrum esculentum) – möglichst gleichmässig aus. Du musst dabei nicht super genau sein: Einfach locker aus der Hand streuen reicht völlig. Anschliessend arbeitest du die Samen leicht ein, entweder mit der Harke oder indem du sie sanft andrückst. Ein bisschen giessen, fertig. *** Wie lange muss Gründüngung eigentlich wachsen? *** Im Schnitt reichen sechs bis acht Wochen, damit die Pflanzen ihre volle Wirkung entfalten. Sobald sie blühen oder das Beet für neue Kulturen gebraucht wird, mähst du sie ab und lässt sie entweder als Mulch liegen oder arbeitest sie direkt in den Boden ein. Auch im Hochbeet funktioniert das wunderbar – achte hier einfach darauf, dass die Pflanzen nicht zu hoch werden, damit du sie später gut einarbeiten kannst. Nach sechs bis acht Wochen oder sobald die Pflanzen zu blühen beginnen, ist es Zeit, die Gründüngung abzumähen. Du kannst dafür eine Gartenschere, Sense oder bei grösseren Flächen auch einen Rasenmäher verwenden. Lass die Pflanzen ruhig ein paar Tage auf dem Beet liegen – das gibt den Mikroorganismen im Boden schon mal einen Vorgeschmack und erleichtert dir das Einarbeiten. Und wie geht’s weiter? Jetzt kommt die Harke oder Grabegabel ins Spiel. Du arbeitest die zerkleinerten Pflanzenreste etwa fünf bis zehn Zentimeter tief in den Boden ein. Keine Sorge, du musst nicht umgraben wie ein Weltmeister – ein lockeres Unterheben reicht völlig. Die Pflanzenreste zersetzen sich nach und nach und verwandeln sich in wertvollen Humus. Das ist wie ein Buffet für Regenwürmer, Bodenbakterien und all die kleinen Helfer, die deinen Gartenboden lebendig und fruchtbar machen. *** Muss ich die Gründüngung immer untergraben? *** Nein, das ist kein Muss. Gerade bei feinen, zarten Pflanzen wie Phacelia (Phacelia tanacetifolia) oder Buchweizen (Fagopyrum esculentum) reicht es oft, sie einfach als Mulch auf dem Beet liegen zu lassen. Das schützt den Boden vor Austrocknung und bietet Unkraut keine Chance. Bei robusteren Arten wie Gelbsenf (Sinapis alba) oder Winterroggen (Secale cereale) empfiehlt sich das Einarbeiten, damit sie sich gut zersetzen. UNSER EXPERTENTIPP: WARTE NACH DEM EINARBEITEN DER GRÜNDÜNGUNG MINDESTENS ZWEI BIS DREI WOCHEN, BEVOR DU NEUE PFLANZEN SETZT. SO GIBST DU DEM BODEN ZEIT, DIE NÄHRSTOFFE FREIZUSETZEN, UND DEINE NÄCHSTE GEMÜSERUNDE STARTET MIT EINEM ECHTEN ENERGIEBOOST. Gründüngung ist wie ein Geschenk, das du deinem Boden immer wieder machen kannst – und das Schöne ist: Du siehst und spürst die positiven Veränderungen schon nach kurzer Zeit. Der Boden wird lockerer, die Pflanzen wachsen kräftiger und du brauchst weniger Dünger und Giesswasser. Mit jeder Gründüngung schenkst du deinem Garten ein Stück mehr Lebendigkeit und Vielfalt. Vielleicht hast du bisher gedacht, nachhaltiges Gärtnern sei kompliziert oder aufwändig. Aber Gründüngung ist das beste Beispiel dafür, wie einfach und wirkungsvoll kleine Veränderungen sein können. Du musst kein Profi sein, um deinem Gartenboden diese grüne Wellnesskur zu gönnen. Im Gegenteil: Gerade als Gartenanfänger oder junge Eigenheimbesitzer kannst du mit Gründüngung spielend leicht starten und schnell Erfolge sehen. Und das Beste? Es macht richtig Spass, zu beobachten, wie sich der Boden mit jeder Saison verbessert und wie viele kleine und grosse Lebewesen plötzlich in deinem Garten ein Zuhause finden.