Früher als in den Vorjahren wirbelt das Herbstlaub durch den Garten. Doch nicht überall ist es willkommen. Entdecke einfache Möglichkeiten, wie du die bunten Blätter im Garten sinnvoll nutzen und damit Pflanzen und Tiere unterstützen kannst. *** Laubpackung für's Beet *** Als sinnvoller Winterschutz dient das Laub unter Sträuchern, im Beerengarten und in schattigen Beeten. Waldstauden sind sich eine Laubdecke gewohnt. Damit das Laub bei einem Herbststurm nicht weggeblasen wird, halten Tannenzweige oder etwas Erde es an Ort und Stelle. Zum Kompostieren solltest du das Laub mit dem Rasenmäher aufsammeln. Den Verrottungsprozess kannst du durch Zugabe von Biorga-Composter beschleunigen. Auch das Beimischen von frischen Pflanzenteilen und Küchenabfällen fördert die Verrottung. Tipp: Unter einer dicken Laubschicht erwärmt sich der Boden im Frühjahr langsamer. Dadurch kann sich der Austrieb verzögern, was beispielsweise bei Hortensien und Aprikosen von Vorteil ist. Insbesondere Blätter von Buche, Eiche, Ginkgo, Platane, Rosskastanie und Walnuss benötigen weitaus länger als ein Jahr zur vollständigen Verrottung. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen Gerbstoffe und Säuren sowie die schützende Wachsschicht mancher Blätter. Schneller verrottet das Laub von Birke, Ahorn, Haselnuss, Esche und Linde. Auch die Blätter von Ziersträuchern und Obstbäumen bilden bereits innerhalb eines Jahres wertvollen Humus. Auf einem gepflegten Rasen sollte Herbstlaub laufend entfernt werden. Unter einer nassen Laubschicht können sich schnell Schimmel und gelbe Stellen bilden. Auch im Gartenteich sollte das Laub regelmässig entfernt werden. Polster- und Steingartenpflanzen wie Blaukissen Enzian und Edelweiss sollten ohne Laubschicht überwintern. Auf Treppen, Wegen und Einfahrten kann nasses Laub schnell zur Rutschgefahr werden. *** Im Jutesack Laubhumus herstellen *** Alternativ kann das feuchte Laub auch in Säcke aus grobmaschigem Jutegewebe gepackt werden. Ist dieser gefüllt, wird er in einer geschützten Ecke im Garten aufbewahrt. Blätter enthalten viel Kohlenstoff, der für eine gute Rotte hinderlich ist. Durch die Zugabe von stickstoffhaltigem Material wie getrocknetem Grasschnitt und Kompostbeschleuniger kann die Zersetzung vorangetrieben werden. Da Laub durch seine enthaltenen Gerbstoffe einen sauren ph-Wert aufweist, kann man Gesteinsmehl oder Algenkalk in den Laubsack hinzugeben. Das hebt den pH-Wert sowie den Nährwert an, sodass der resultierende Laubhumus für sämtliche Pflanzen verwendet werden kann. Für Pflanzen wie Rhododendron, Maiglöckchen, Ginster, Hortensie, Azalee sowie Obst- und Beerensträucher kann der Kalk weggelassen werden. Sie bevorzugen einen leicht sauren Boden. Im Herbst des darauffolgenden Jahres kann der gewonnene Laubhumus einem vorhandenen Komposter zugeführt oder als Dünger und Bodenverbesserer eingesetzt werden. *** Laubhaufen als Winterquartier für Gartenmitbewohner *** Igel und andere Nützlinge nehmen Laubhaufen gerne als Igel-Winterquartier an. Durchmischt mit Ästen für mehr Struktur fördern sie die Biodiversität und sind eine grossartige Möglichkeit der «Laubverwertung». *** Kälteschutz für grosse Töpfe *** Frostempfindliche Pflanzen im Freien können mit Falllaub geschützt werden. Als Schicht zwischen Topf und Schafwollvlies wirkt das Laub wie eine zusätzliche Isolationsschicht. Oder man stellt ein Gitter rund um die Pflanze und füllt es mit Laub auf. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass der Wind so die Blätter nicht fortwehen kann. In der kommenden Saison kann dieses zusammengefallene, leicht verrottete Laub als Mulch auf den Beeten verteilt oder dem Kompost zugeführt werden.