Wer ab Ende Mai vorsorgt, hat im Sommer weniger wurmstichiges Obst. Aber eigentlich ist es kein Wurm, der Äpfel, Birnen, Nashi, Quitte, Aprikose und Baumnuss befällt, sondern eine Raupe, die Larve des Apfelwicklerfalters (Cydia pomonella). Die beste Massnahme, einem Ernteausfall vorzubeugen, sind Präparate auf Basis eines natürlich vorkommenden Krankheitserregers des Apfelwicklers. Diese wirken hochspezifisch gegen Obstmaden und schonen damit Bienen und andere Nützlinge. Das Präparat wird mit Wasser verdünnt und beim Schlüpfen der Larven das erste Mal gespritzt. Abhängig vom Vorjahresbefall sind insgesamt zwei bis vier Behandlungen erforderlich. Wichtig für den Behandlungserfolg ist der optimale Spritztermin während der Schlüpfperiode zwischen Anfang Mai und Mitte Juni sowie Mitte Juli. Unter Eingabe der Postleizahl lassen sich die Behandlungstermine auf Apfelwickler.ch jederzeit einfach in Erfahrung bringen. Unabhängig der Vorbeugung gegen Apfelwickler sind für den guten Ertrag auch der jährliche Rückschnitt des Apfelbaumes sowie die Fruchtausdünnung wichtig. Bei der Ausdünnung werden nach dem Juni-Fall - dem selbständigen Abstossen der überzähligen Früchte - allenfalls manuell weitere Früchtchen entfernt, so, dass der Fruchtansatz in einem ausgewogenen Verhältnis zum Baumvolumen steht. Dies fördert einen guten Blütenansatz im Folgejahr und sorgt für etwas grössere und besser entwickelte Äpfel. Werden Schnitt und Ausdünnung vernachlässigt, kommt es bei einigen Sorten zu Alternanz: Auf ein Jahr mit hohem Ertrag und eher kleinen Äpfeln folgt ein Jahr mit wenigen, grösseren Äpfeln.