DER GOLDENE SEPTEMBER IST DA. VORRATSKAMMERN, TIEFKÜHLBOXEN UND KONFITÜREGLÄSER FÜLLEN SICH PAUSENLOS MIT KÖSTLICHKEITEN AUS DEM GARTEN. FÜR VIELE IST DER SEPTEMBER DER SCHÖNSTE GARTENMONAT, DENN AUCH WENN SICH DIE SOMMERLICHE HITZE VERABSCHIEDET HAT, SIND DIE TAGE WOHLIG WARM, UND IN DEN STAUDENBEETEN LEUCHTEN DIE FARBEN. VIELES DARF JETZT NOCH IN DIE ERDE Anfang des Monats kannst du noch Nüsslisalat aussäen - zu Beginn des Frühlings ist er erntereif. Auch Gartenmelde, Mangold, Kresse und Winterportulak oder Winterpostelein gedeihen noch gut und lassen sich für eine Frühjahrsernte überwintern. Ebenso kannst du Spinat für den Frühjahrsschnitt aussäen. An geschützten Standorten lohnt es sich, jetzt schon an frühe Rüebli-Sorten für die Ernte im nächsten Frühling zu denken. Deren zarten Blätter werden über den Winter mit Tannenästen abgedeckt. Noch lassen sich auch zweijährige Blumen aussäen, beispielsweise Stockmalven, Glockenblumen, Goldlack, Bartnelken, Vergissmeinnicht und Veilchen. HERBSTPFLANZUNG FÜR DIE FRÜHE ERNTE Wintersteckzwiebeln sind bis zu sechs Wochen früher erntereif als im Frühling gesteckte Zwiebeln. Mittlerweile gibt es sie in gelb, weiss und rot. Jetzt ist auch die günstigste Pflanzzeit für Knoblauchzehen. Knoblauch wächst nicht nur im Gemüsegarten, sondern auch auf Baumscheiben oder zwischen Rosen. Das gilt auch für Schalotten mit ihrem weniger scharfen, eher süsslichen Aroma, das sogar einen Stich ins Knoblauchartige haben kann. Schalotten spielen ihr Aroma am besten roh verarbeitet aus. Im Gegensatz zu Küchenzwiebeln eignen sie sich aber nur bedingt zum Anbraten, da sie bei Hitze leicht bitter werden. RHABARBERPFLEGE FÜR REICHE ERNTE Jetzt ist die beste Zeit, um Rhabarber zu pflanzen. Da er zeitig im Frühjahr austreibt, hat er noch die Möglichkeit, vor dem Wintereinbruch gut einzuwurzeln. Auch ältere Rhabarberstöcke kannst du jetzt teilen und neu einpflanzen. CLEMATIS DURCH ABSENKER VERMEHREN Clematis gehören zu den beliebtesten Kletterpflanzen. Vermehren lassen sie sich entweder durch Aussäen, Stecklinge oder durch Absenker. Jetzt im September bietet sich letztere Vermehrungsmethode an. Dafür einen kräftigen, halbverholzten Trieb vorsichtig von der Rankhilfe lösen, entlauben und flach auf einen mit Anzuchterde gefüllten Topf legen. Den Trieb an einer neuen Rankhilfe befestigen und den Teil, der in die Erde kommt, leicht anritzen. Mit einem Stein oder Zelthering sichern, regelmässig feucht halten – und im nächsten Frühjahr kann die bewurzelte Pflanze von der Mutter getrennt und neu gepflanzt werden. HERBSTLICHE RASENPFLEGE Hat dein Rasen den Stresstest im Sommer gut überstanden? Wenn nicht, liegt das oft an der Qualität des Bodens. Dort, wo der Humusaufbau vernachlässigt wurde, sterben auch die robustesten Rasengräser. Um den Rasenwurzeln optimale Bedingungen zu verschaffen, solltest du im Herbst vertikutieren und anschliessend einen Bodenverbesserer mit Pflanzenkohle oder guten Kompost ausbringen. Darüber erfolgt die Nachsaat, gefolgt von einer Stärkung mit einem Saat- und Herbstdünger. STAUDEN IM HERBST PFLANZEN Von Stauden bekommt man nie genug – gut zu wissen, dass der Herbst der optimale Zeitpunkt zum Setzen ist! Jetzt ist der Boden noch warm, die Luft jedoch kühl - perfekte Bedingungen für sich kräftig entwickelnde Wurzeln vor dem Winter. Nicht vergessen: Stauden und Blumenzwiebeln ergeben wunderbare gestalterische Kombinationen. Beide werden im Herbst gepflanzt und ergänzen einander optimal im Blumenbeet. LETZTER SCHNITTZEITPUNKT FÜR HECKEN UND IMMERGRÜNE Es ist an der Zeit, immergrüne Hecken und andere Sträucher zu schneiden. Aus Rücksicht vor brütenden Vögeln sollte das frühestens Ende September und bis Anfang März erfolgen. Auch im Wald ist aus denselben Gründen während der Brutzeit zwischen 1. April und Ende Juli/Anfang August auf Holzschläge, die aus Sicherheitsgründen nicht notwendig sind, zu verzichten. Ebenfalls gegen Ende September kannst du Gehölze wie Walnuss oder Ahorn schneiden, die zu starkem Saftausscheiden im Frühjahr neigen.