Mit ihren eleganten Blüten sind Orchideen wie Phalaenopsis das Highlight in jedem Zuhause. Damit die tropischen Schönheiten jedes Jahr aufs Neue ihre Pracht entfalten, brauchen sie ein wenig Aufmerksamkeit. Orchideen lieben es hell – ein Platz am Fenster ist ideal. Aber Vorsicht, direkte Sonnenbestrahlung, vor allem in den Sommermonaten, ist ungünstig – die empfindlichen Blätter können verbrennen. Ab Mitte Mai kannst du sie auch nach draussen stellen, etwa auf den Balkon oder in den Garten. Die Helligkeit sowie der Wechsel zwischen Tages- und Nachttemperaturen wirken wie ein Frische-Kick. Denk aber daran, sie vor den ersten kühlen Nächten wieder ins Haus zu holen. Die Tropenbewohnerinnen sind bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 Prozent am glücklichsten. Besonders in den Wintermonaten solltest du die Pflanzen als Massnahme gegen die trockene Heizungsluft regelmässig mit einem feinen Wassernebel benetzen. Hierfür empfehlen wir dir auch einen Orchideen-Pflegespray, zum Beispiel von Gesal oder Biplantol. Der grösste Fehler bei der Orchideenpflege? Zu viel Wasser! Statt täglich zu giessen, reicht es, sie im Sommer einmal pro Woche in kalkarmes Wasser zu tauchen – im Winter sogar nur alle ein bis zwei Wochen. Wichtig: Achte darauf, Staunässe zu vermeiden. Entferne überschüssiges Wasser aus dem Übertopf. Während der Blütezeit freuen sich Orchideen über einen Blütendünger (Phosphor). Dieser wird bei jeder Wassergabe beigefügt. Während der Grünphase reicht ein Zimmerpflanzendünger (Stickstoff). Von Mai bis Oktober wird er bei jeder Wassergabe gegeben. Von November bis April genügt eine Düngung alle drei Wochen. Orchideen dürfen nie in «normale» Blumenerde gesetzt werden. Sie benötigen spezielle Orchideenerde. Diese besteht aus einer Mischung aus Pinienrinde, Sphagnum-Moos und/oder Tongranulat. Die luft- und wasserdurchlässige Struktur beugt Staunässe vor. Alle zwei bis drei Jahre möchten Orchideen «umziehen». Der beste Zeitpunkt fürs Umtopfen ist das Frühjahr vor dem Wachstumsbeginn. Entferne faule oder abgestorbene Wurzeln mit einem scharfen Messer oder der Rosenschere. Achte darauf, die alte Erde vollständig vom Wurzelballen abzuklopfen, bevor du die Pflanze in das neue Gefäss setzt. Wichtig: Blühende Orchideen werden nicht umgetopft, da sie sonst die Knospen und Blüten abwerfen.