FRISCHES GRÜN IM WINTER? NICHTS LEICHTER ALS DAS! NÜSSLISALAT, AUCH BEKANNT ALS FELDSALAT ODER NÜSSLER, LIEFERT DIR IN DER KALTEN JAHRESZEIT WERTVOLLE VITAMINE. SCHON AB SEPTEMBER KANNST DU IHN IM GEMÜSEBEET ODER IM BALKONKISTLI AUSSÄEN. MIT DIESEN TIPPS UND TRICKS IST DEIN EIGENANBAU VON ERFOLG GEKRÖNT – UND DU KANNST DICH AUF EINE GENUSSVOLLE ERNTE FREUEN. An kalten Wintertagen ist frisches Blattgrün heissbegehrt – zum Beispiel dasjenige des Nüsslisalats. Diese typische Herbstkultur bereichert dank seiner Frosthärte saisonal unser Salatangebot, zuerst im Spätherbst und später im Frühling. Auf Lateinisch ist sein Gattungsname Valerianella – klingt das nicht wunderschön? Feldsalat auszusäen ist kinderleicht – nicht allein deshalb ist er ideal für Gartenneulinge. So funktioniert es: * Kühl sollte es sein: Die Aussaat erfolgt erst, wenn der Herbst spürbar und die ärgste Sommerhitze vorbei ist. * Den Boden zuvor feinkrümelig lockern und gut anfeuchten – je kalkhaltiger der Standort, desto besser. * An heissen Tagen solltest du das Substrat etwa eine halbe Stunde vor der Aussaat befeuchten, damit die Erde das Wasser aufnehmen kann. * Bringe danach die Samen breitwürfig oder als Reihensaat in vorgängig gezogene Furchen aus. Tipp: Locker aus dem Handgelenk verstreut, verteilen sich die Samen gleichmässiger. Nüsslisalat liebt ein sonniges Beet, zum Beispiel als Nachkultur von Kartoffeln. Aber auch in Mischkultur, etwa als Untersaat von Lauch und Winterzwiebeln oder neben Zichoriensalaten fühlt er sich wohl. Du kannst ihn sogar im Staudenbeet aussäen, sofern zwischen den einzelnen Pflanzen genug Platz ist. Ab August bis November kannst du zur Samenpackung greifen. Die Faustregel lautet: Je später im Jahr die Aussaat, desto später im Frühjahr erfolgt die Ernte. Denn wen wundert’s: Im Winter, bei Frost oder unter einer Schneedecke, wächst Nüsslisalat kaum. Seine Wachstumszeit verschiebt sich einfach um ein paar Wochen. In unserem Garten-Center erhältst du im Herbst mehltauresistente Sorten und Saatbänder. Letztere haben den Bonus, dass sie bereits den richtigen Pflanzabstand von rund 10 cm enthalten. Entscheidest du dich für loses Saatgut, musst du die Pflänzchen später ausdünnen, damit ihnen genug Platz zum Wachsen bleibt. Nüsslisalat gehört zu den Dunkelkeimern. Deswegen solltest du die Samen mit etwas Erde und einem feuchten Vlies abdecken. Das Vlies lässt du so lange liegen, bis die ersten Blättchen sichtbar sind – es sorgt für Schatten und speichert Feuchtigkeit. Liegen die Samen ungeschützt auf der Erdoberfläche, keimen sie nicht. Ebenso wichtig ist, dass du das Saatgut gleichmässig feucht hältst. Bei kühlen Wetterbedingungen ist das vor allem der Falsche Mehltau. Du erkennst ihn an Vergilbungen an der Blattoberfläche. Was dagegen tun? * Achte auf die richtige Sortenwahl: Im Garten-Center führen wir zahlreiche Nüssler-Sorten, die robust gegen Falschen Mehltau sind. * Stickstoff-Düngung: Eventuell sind die Stickstoffwerte in deinem Gemüsebeet zu hoch. Stickstoff begünstigt die Entwicklung von Falschem Mehltau. Eine Bodenanalyse hilft weiter. Ab September bieten wir Nüsslisalat-Setzlinge aus unserer eignen Gärtnerei an. Die Jungpflanzen sind bereits vereinzelt, was dir die Kultur im Gartenbeet deutlich vereinfacht. Der Vorteil: Wegen der verkürzten Kulturzeit kannst du schon im Herbst die Salatsauce anmischen und frischen Salat ernten. Wusstest du, dass Nüsslisalat bis ins 19. Jahrhundert als lästiges Unkraut galt, weil er sich zwischen dem Wintergetreide ausbreitete? Interessant, wie sich Perspektiven ändern können … Allerdings: Wer den Nüsslisalat im Frühsommer versamen lässt, kann das alte Stigma nachvollziehen.