BASILIKUM, LAVENDEL, SALBEI ODER SCHNITTLAUCH FRISCH VOM BALKON GEERNTET – NICHTS LEICHTER ALS DAS! ABER WELCHE KRÄUTER EIGNEN SICH AM BESTEN FÜR DIE TOPFKULTUR UND WIE PFLANZE UND PFLEGE ICH SIE RICHTIG? MIT DIESEN TIPPS KANNST DU DEINEN EIGENEN KLEINEN KRÄUTERGARTEN ANLEGEN UND DAS GANZE JAHR ÜBER AROMATISCHE HIGHLIGHTS GENIESSEN. Auch ohne Garten kannst du frische Kräuter anbauen – ein sonniger bis halbschattiger, windgeschützter Balkon reicht völlig. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Oregano, Lavendel und Thymian sind sehr sonnenhungrig und gedeihen am besten auf einem nach Süden ausgerichteten Balkon. Ist der Standort halbschattig, fühlen sich heimische Kräuter wie Petersilie, Minze, Kresse oder Schnittlauch besser aufgehoben. Tipp: Alle Vertreterinnen der Minzen sind sehr ausbreitungsfreudig und sind besser in einem eigenen Gefäss als Einzelkultur aufgehoben. Ein- und mehrjährigen Kräuter lassen sich problemlos im Topf auf dem Balkon kultivieren. Wichtig ist, dass du die Kräuter hinsichtlich ihrer Standortvorlieben – sonnig, halbschattig – zusammenstellst und Kräuter mit ähnlichen Vorlieben kombinierst. Nach dem Kauf solltest du die Kräuter in etwas grössere Gefässe setzen. Als Faustregel gilt: kleinere Pflanzen benötigen ein Erdvolumen von drei bis fünf Liter, Mischpflanzungen 10 bis 15 Liter. Bei der Wahl des Gefässes kannst du fantasievoll sein. Egal ob Balkonkasten, Tontopf, ausgediente Holzkiste, Olivenölkanister oder Hochbeet, wichtig ist, dass es ein Abzugsloch hat, damit Wasser gut ablaufen kann. Decke das Abzugsloch vor dem Befüllen mit einer Tonscherbe ab und gebe eine Drainageschicht aus Blähton ins Gefäss. Trenne Blähton und Pflanzsubstrat mit einem Wurzelvlies. Achte beim Einpflanzen darauf, dass die Oberkante des Erdballens bündig mit dem Substrat ist, und befülle das Gefäss so, dass ein kleiner Giessrand entsteht. Nach dem Einpflanzen grosszügig angiessen! Die meisten unserer Küchenkräuter stammen aus südlichen Regionen mit eher trockenen, gut durchlässigen Böden. Für mediterrane Pflanzen wie Rosmarin oder Thymian ist deshalb eine eher magere, wasserdurchlässige Erde ideal. Kräuter wie Schnittlauch und Melisse lieben dagegen einen feuchteren und nährstoffreicheren Boden. Kräuter sind in der Regel sehr pflegeleicht, solange du ein paar Grundregeln beachtest: * Mediterrane Kräuter eher seltener, also ein- bis zweimal in der Woche, dafür umso durchdringender giessen. Wichtig ist, dass das Erdreich zwischendurch immer wieder gut abtrocknet. Das ist z. B. bei Petersielie besonders wichtig. * Heimische Kräuter wie Melisse, Schnittlauch oder Pfefferminze wünschen sich etwas feuchtere Böden. * Am besten morgens giessen, idealerweise mit Regenwasser. * Damit sie beständig neue Blätter und Triebe bilden, musst du die Kräuter regelmässig zurückschneiden. Bei Salbei, Lavendel oder Rosmarin kannst du im Frühling die Triebe um etwa die Hälfte einzukürzen. Basilikum bleibt buschig, wenn du die Triebspitzen über einer Blattverzweigung abschneidest – so entwickeln sich aus den Blattachseln neue Seitensprossen. * Auch Kräuter benötigen Nährstoffe. Wer Kräuter nicht düngt, tut ihnen keinen Gefallen. Dünger ist nie “giftig” sondern auch bei Kräutern essenzieller Bestanteil für gesunde Pflanzen. ERNTE-TIPP: ERNTE FRÜHMORGENS, DANN SIND DIE ÄTHERISCHEN ÖLE IN DEN KRÄUTERN AM INTENSIVSTEN. Im Kräutersortiment vom Garten-Center Meier findest du viele exklusive Kräuter-Sorten. Ein Highlight für den Balkon-Kräutergarten sind die Sorten des Fruchtsalbeis. Seine Blätter duften nach exotischen Früchten wie Ananas oder Honigmelone und veredeln Desserts und Tees. Zudem sind die leuchtend roten Blüten essbar – perfekt für Salate oder als Deko für Sommerdrinks. Basilikum gilt gemeinhin als nicht besonders pflegeleicht. Wenn du für deine Basilikumpflanzen jedoch die folgende Punkte beachtest, werden die Kräuter prächtig gedeihen: * Basilikum benötigt einen warmen, geschützten und hellen Standort. Optimal sind sonnige bis halbschattige Standorte, die über Mittag vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt sind. * Basilikum darf erst nach Ende Mai ins Freie. Bei Temperaturen unter 12°C werden die Blätter braun und fallen ab, junge Pflanzen gehen komplett ein (Strauch-Basilikum ist etwas unempfindlicher). * Um Basilikum längerfristig nutzen zu können, müssen die Pflanzen nach dem Kauf in ein grösseres Gefäss oder Kistchen gepflanzt werden. Verwende gute Qualitätserde. * Halte die Wurzelballen regelmässig feucht, aber keinesfalls nass, und lass ihn nie ganz austrocknen. Ab vier bis sechs Wochen nach dem Topfen dem Giesswasser wöchentlich einmal Dünger beigeben. * Beginnt Basilikum zu blühen, stellt es die Entwicklung neuer Blätter praktisch ein. Damit das nicht geschieht, werden die Pflanzen regelmässig geschnitten. * Bei der Ernte sollte man nicht einzelne Blätter abzupfen, sondern ganze Triebe oberhalb eines Blattpaares wegschneiden oder abknipsen. Dort bilden sich wieder neue Triebe, die Pflanze bleibt vital und wird immer buschiger. * Um den Insekten auch Basilikum-Nektar und -Pollen zu bieten, kannst du ein, zwei Pflanzen ungenutzt blühen lassen. Am besten dafür geeignet ist Strauch-Basilikum.