Brombeeren sind unkompliziert – sie wachsen fast überall. Aber bietest du ihnen einen sonnigen, windgeschützten Platz mit mittelschweren, gut durchlässigen und leicht sauren Böden, danken sie es dir mit besonders reicher Ernte. Bitte beachten: Gewisse Brombeerarten verwildern leicht aus Gärten und bilden dichte Bestände - insbesondere Rubus armeniacus. Diese können die einheimische Vegetation unterdrücken. Die Verbreitung geschieht mittels Samen, aber auch durch Wurzel- oder Sprossfragmente. Besonders in der Nähe von Wäldern, Naturschutzgebieten und generell am Siedlungsrand sollte auf das Pflanzen von Brombeeren verzichtet werden. Da Brombeeren heutzutage fast immer im Container verkauft werden, kannst du sie das ganze Jahr über pflanzen – nur bei gefrorenem Boden nicht. Brombeeren lassen sich an Gartenzäunen oder Pflanzgerüsten ziehen. Bei Reihenpflanzungen gilt: 3 bis 4 Meter Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen lassen. So können sie sich optimal entwickeln und auch die Ernte der leckeren Beeren gestaltet sich unkomplizierter. Je nach Platz und Sorte hast du zwei Möglichkeiten: die Palmettenerziehung und die Fächererziehung. Letztere ist ideal für schwächer wachsende Sorten und benötigt etwas weniger Platz. Hier bindest du pro laufendem Meter 3 bis 6 Ruten fächerförmig an. Ruten, die über den oberen Draht herausragen, abschneiden. Die Palmettenerziehung wird für wüchsige Sorten angewandt. Hier werden je 3 Ruten waagrecht nach links und rechts gebunden, sodass sich eine gleichmässige Verzweigung ergibt. Das Pflanzloch sollte doppelt so gross sein wie der Ballen – vermische die ausgehobene Erde mit Kompost, das gibt der Pflanze einen optimalen Start. Lockere auch den Rohboden in der Pflanzgrube. Entferne den Container und stelle den Wurzelballen so in die Pflanzgrube, dass die obere Fläche etwa 5 cm unter dem Niveau des gewachsenen Bodens liegt. Damit die Brombeeren gesund bleiben und jedes Jahr viele Früchte tragen, ist der richtige Schnitt essenziell. * Im Herbst alle abgetragenen, älteren Ruten bodeneben abschneiden * Junge Ruten aufbinden: die schwächer wachsenden Sorten fächerartig, die stärker wachsenden nach den Prinzipien der Palmetten-Erziehung. Seitentriebe auf 2 bis 3 Augen kürzen. Im März erhält jede Pflanze eine Handvoll (ca. 60 g) Beerendünger.