DIE ECHTE ALOE, BOTANISCH ALOE VERA, IST ALS HEILPFLANZE EINE WAHRE ALLESKÖNNERIN. VON DEN RUND 500 ALOE-ARTEN SIND NUR WENIGE MEDIZINISCH RELEVANT – DARUNTER ALOE ARBORESCENS, ALOE FEROX UND EBEN DIE BERÜHMTE ALOE VERA. SIE IST NICHT NUR PFLEGELEICHT, SONDERN AUCH EINE WERTVOLLE NATÜRLICHE HELFERIN BEI HAUTIRRITATIONEN, SONNENBRAND, INSEKTENSTICHEN UND SOGAR VERDAUUNGSPROBLEMEN. WER AUF NATÜRLICHE HEILMETHODEN SETZT, SOLLTE SICH UNBEDINGT EINE ECHTE ALOE INS HAUS HOLEN! HIER ERFÄHRST DU, WIE DU SIE OPTIMAL PFLEGST. * HERKUNFT: Ursprünglich vermutlich aus Arabien und Nordostafrika, heute in tropischen und subtropischen Regionen weltweit verbreitet. * AUSSEHEN: Rosettenförmiger Wuchs, Blätter 40 – 50 cm lang, graugrün. * INHALTSSTOFFE: Enthält u. a. Vitamine A, B, C und E, Aminosäuren, Enzyme, Polysaccharide, Phosphatase, Salicylsäure, Mineralstoffe und Spurenelemente Aloe vera liebt Wärme und Sonne, muss aber nach der Überwinterung immer erst langsam daran gewöhnt werden. Im Sommer ist die sukkulente Pflanze ideal auf einem sonnigen und geschützten Ort platziert – Regen und Wind lassen das Gefäss gerne umfallen. Wenn im Herbst die Temperaturen unter 10 °C fallen, muss sie ins helle, warme Winterlager umziehen. Die Erde muss durchlässig und nach Möglichkeit etwas kalkhaltig sein – am besten eignet sich Kakteenerde. Da die dicht rosettig am Stamm angeordneten Laubblätter oft zur Seite wachsen, ist ein schweres, stabiles Pflanzgefäss sinnvoll, um ein Umkippen zu verhindern. Alle paar Jahre kannst du deine Aloe in ein etwas grösseres Gefäss umtopfen. Wobei zu beachten ist, dass Aloe lieber in einem engen Gefäss wachsen. Erst wenn die Porportionen nicht mehr passen und der Topf beim kleinsten WIndstoss umfällt, ist es Zeit zum umtopfen. Achte dabei darauf, die Pflanze am Ansatz zu umgreifen und die Blätter nicht zu verletzen. * Die Pflanze vor dem Umtopfen zwei Wochen lang nicht giessen – so ist der Wurzelballen trocken und lässt sich leichter aufrauen. * Eine Handvoll Kies oder Blähton als Drainage im Topf ist wichtig, um den guten Wasserabzug sicherstellen zu können. * Kindel (Seitentriebe) kannst du vorsichtig abtrennen und separat einpflanzen * Nach dem Einpflanzen die Erde gut andrücken und die Pflanze ggf. mit Stäben stabilisieren. * Erst nach einer Woche giessen, damit sich Wunden an den Wurzeln schliessen können. Die Aloe vera ist ein Kind der Sonne und mag es warm. Unsere kalten Winter sind nichts für sie. Ab Temperaturen unter 10 °C solltest du sie deswegen ins helle, temperierte Winterquartier bringen. Optimal ist im Winter ein Standort bei 12-15°C. Die Aloe vera zu vermehren ist ganz einfach. Im Alter von zwei bis drei Jahren beginnt die Pflanze damit, regelmässig Kindel (Wurzelausläufer) zu bilden, die problemlos abgetrennt und separat eingepflanzt werden können. Dazu schneidest du einen gut ausgebildeten Seitenspross mit einem scharfen, sauberen Messer ab. Die Blätter sind sehr wasserreich und damit fäulnisgefährdet: deswegen musst du sie es 24 Stunden trocknen lassen, bevor du sie einpflanzt. Dazu den Blatt-Stecklinge ein bis zwei Zentimeter tief in das Substrat stecken und leicht andrücken. Handelt es sich um ein sehr langes Blatt, kannst du es mit Stäben fixieren. Erst nach ein paar Tagen giessen. Die Vermehrung über Kindel ist noch einfacher. Nimm dazu die Mutterpflanze vorsichtig aus dem Topf und schüttle die Erde ab. Die Kindel kannst du mit den Fingern von der Mutterpflanze lösen und in ein separates Gefäss eintopfen. Wichtig bei dieser Methode ist, dass die Kindel mindestens fünf Zentimeter lang sind und bereits ihre eigenen Wurzelansätze ausgebildet haben. Eine Aloe vera ist nach etwa drei Jahren erntereif – so lange dauert es, bis sich die wertvollen Wirkstoffe vollständig entfalten. Damit sie sich nach dem Schnitt erholen kann, solltest du immer genug Blätter an der Pflanze lassen und nicht mehr als zwei Blätter auf einmal ernten – im Winter noch weniger. Zur Ernte die ältesten Blätter möglichst weit unten und nahe am Stamm mit einem scharfen und sauberen Messer abschneiden, dann waschen. Um den Saft auffangen und entsorgen zu können, stellst du die geernteten Blätter senkrecht 2 Stunden in ein Wassergefäss. Der Saft – er wird als Aloin bezeichnet – riecht etwas unangenehm und schützt die Pflanze in der Natur vor Fressfeinden. Um sicherzugehen, dass wirklich alles Aloin ausgeflossen ist, schneidest du von der Schnittfläche einen weiteren Zentimeter ab. Jetzt kannst du die Blätter der Länge nach halbieren und das Aloe vera-Gel ernten, indem du es mit einem Löffel herausschabt. Das Gel ist naturrein und beinhaltet 150 lebenswichtige Nährstoffe. Du kannst es sofort nutzen, einfrieren oder in einem abschliessbaren Glas für zwei Wochen im Kühlschrank lagern. Generell gilt: Je frischer das Gel aufgetragen wird, desto besser. Das Anwendungsgebiet von Aloe vera -Pflanzenbestandteilen ist riesig! Vor allem bei äusserer Verwendung hat sich das Gel bewährt. Neben dem Wirkstoff Acemannan enthält die Pflanze verschiedene Fettsäuren und Polysaccharide, die sehr entzüngshemmend wirken. Das Gel wird daher zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen, Verbrennungen, Sonnenbrand, aber auch rauer Haut, Abszessen, Akne, Fusspilz, Neurodermitis, Herpes, schlecht heilenden Wunden, Prellungen, Ekzemen, Schuppen und vielem mehr verwendet. In der Kosmetikindustrie wird das Gel vor allem als Feuchtigkeitsspender in Salben und Cremes eingesetzt. Bei akuten Verbrennungen, Schürfwunden und anderen kleineren Verletzungen kannst du einfach ein Blatt auf die angegriffene Haut legen.