Meiers Fragekasten

Frage zum Thema:
"Föhre - Rostpilz"

Guten Abend Bei meiner Föhre habe ich folgendes Schadbild (s. Foto) am Stamm entdeckt. Was ist zu tun? Für Ihre Beurteilung bin ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüssen Rosmarie Sciullo Ebmatingen

Die Antwort von Meiers Gartenteam

Die dokumentierten Fruchtkörper sind die späten Botschafter eines Rostpilzbefalls. Diese blassorangen, häutigen Blasen, welche im Frühjahr an Föhrenarten (Pinus ssp.) offensichtlich werden, treten etwa zwei bis vier Jahre nach der ersten Infektion erstmals auf. Diese ursprüngliche Infektion bleibt meist unentdeckt, weil sie kaum offensichtlich an den Nadeln beginnt und später unscheinbare Verformungen am Holz begleitet von Harzfluss bildet.

Wenn dann einige Jahre nach der Erstinfektion die orangen Fruchtkörper auftreten, entlässt der Pilz seine Sporen, welche für die Vollendung des Lebenszyklus einen Wirtswechsel machen. Und weil das Gewebe rund um die Fruchtkörper abstirbt, ist es empfehlenswert, die befallenen Äste grosszügig weg zuschneiden.

Rostpilze sind übrigens immer Schwächeparasiten, welche gestresste Pflanzen befallen. Ich vermute daher, dass die Föhre 2018/2019 von der damaligen Hitze und Trockenheit überfordert vulnerable wurde. Die besten vorbeugenden Massnahmen bleiben somit alle Stärkunngsmassnahmen mit ausgewogener Nährstoffversorgung und vorausschauenden Wassergaben.

Übrigens: Bereits Aritoteles hat über Rost auf Getreide geschrieben und die Römer hatten sogar ein Fest, an dem sie dem Rostgott Robigus zu beschwichtigen versuchten.

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