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Tomaten - So gelingt der Anbau

27.05.2021

Beim Anbau von Tomaten liegen Freud und Frust dicht beieinander. Wenn die Wetterbedingungen optimal sind (sonnig und warmer Sommer), ist eine tolle Ernte garantiert, eine verregnete Saison macht jedoch fast alle Mühe zunichte. Wenn die folgenden Tipps beachtet werden, stehen die Chancen gut, frische und geschmacklich hervorragende «Gartenpralinen» zu ernten.

 
 

Vorbereitung

Gönnen Sie den Tomaten einen möglichst sonnigen Platz in nährstoffreicher Erde. Eine gute Bodenvorbereitung ist die Grundlage für einen ertragreichen Ernteerfolg. Deshalb empfehlen wir vor dem Pflanzen Stallmist 'OrBrun', Hornspäne und Gesteinsmehl unter die Erde zu bringen. Ein spezieller Tomatendünger erfüllt diese Nährstoffversorgung ebenso gut. Diesen jedoch erst kurz vor dem Pflanzen anwenden und nach dem Fruchtansatz nochmals nachdüngen.

 
 

Tomaten pflanzen

Ab Mitte Mai können Tomaten gepflanzt werden, jedoch sollten die Temperaturen nachts nicht unter 5 °C fallen. Die Tomaten wachsen am Besten an einem regengeschützten Platz, deshalb empfehlen wir die Pflanzung unter einem Vordach oder in ein Tomatenhaus, welches in verschiedenen Varianten in unserer Pflege- und Technikabteilung präsentiert wird. Wenn möglich sollte der Standort alle 2 Jahre gewechselt werden, um Wurzelkrankheiten vorzubeugen.

 
 

So wachsen Tomaten optimal

Pflegetipps in Kürze

  • Achten Sie auf eine regelmässige Wasser- und Nährstoffversorgung, damit die Früchte nicht platzen.
  • Calcium-Mangel fördert die Blütenendfäule, deshalb den speziellen Tomatendünger verwenden.
  • Bester Standort: Überdecktes, gut durchlüftetes Tomatenhaus an sonniger Lage.
  • Pflanzabstand 5ocm, veredelte Pflanzen 80cm/100cm, Reihenabstand 80cm.
  • Aufbinden dient zur Stützung der Pflanze.
  • Ausgeizen stärkt die verbleibenden Triebe.
  • Mässiges Entblättern unterstützt die Belüftung und das Besonnen der vorhandenen Früchte.
  • Mulchen schafft gute Bodenstruktur und behält die Bodenfeuchtigkeit.
  • Regelmässiges Giessen nur im Wurzelbereich verhindert das Austrocknen.
  • Wunden vermeiden, denn dies sind Eingangstore für Pilze.
  • Auf eine gute Nährstoffversorgung achten, dies macht die Pflanzen widerstandsfähig und ertragreich.
  • Stutzen Sie die Pflanzen Ende August am Endtrieb, damit die ganze Kraft in die Fruchtbildung geht.

Die Pflanzen werden im Uhrzeigersinn aufgebunden, dadurch kann kein Saftstau entstehen. Ebenso geeignet sind die praktischen, spiralförmigen Tomatenstützen, Holzpfähle oder Rank- und Spaliergitter, welche Sie in unserer Pflege- und Technikabteilung finden. Beim fortwährenden Ausbrechen der Seitentriebe, vorzugsweise mit dem Fingernagel, sollte darauf geachtet werden, dass keine grossen Wunden hinterlassen werden. Dies wäre ein Eingangstor für Pilze. Die normalen Tomaten werden eintriebig, die veredelten zweitriebig, gezogen. Eine veredelte Pflanze entspricht also zwei normalen Pflanzen. Das heisst, wenn Sie im letzten Jahr
vier herkömmliche Sorten gepflanzt haben, probieren Sie mal zwei veredelte! Die Pflanzen bilden sonst zu viele Blätter und Blüten, und verbrauchen zu viel Nährstoff. Das Entfernen der unteren Blätter, die den Boden berühren, beugt Braun- und Krautfäule vor. Das Abdecken des Bodens mit Mulch-Material wirkt als Spritzschutz und bewahrt eine gleichmässige Bodenfeuchtigkeit.

Ausbrechen

Bei einer ein- bis zweitriebigen Kultur werden die untersten, kräftigen Seitentriebe
stehen gelassen. Alle weiteren Seitentriebe werden laufend ausgebrochen. Grossfruchtige Sorten sollten nach dem sechsten Fruchttrieb oder ab Mitte August gekappt werden (Mitteltrieb). Es besteht sonst die Gefahr, dass der aufgebundene Trieb das Gewicht nicht halten kann. Die Bestäubung der Blüten und eine gute Befruchtung kann man durch leichtes Schütteln der Pflanzen ein bis zweimal die Woche unterstützen. Dies wird am Besten am Vormittag gemacht, wenn der Griffel noch klebrig ist und die Pollen haften bleiben. Besonders wenn die Pflanzen in Wind geschützten Tomatenhäusern stehen, kann dies einen guten Ertrag fördern.

 
 

Sortentipps: Gesunde Tomaten-Vielfalt

Jedes Jahr ist die Vorfreude auf das umfangreiche Tomatensortiment von über 30 Sorten gross. Als fruchtig-süsse Naschtomaten eigenen sich runde oder pflaumenförmige Kirschtomaten wie z.B. die 'Trilly' sehr gut. 'Pepe' gehört zu den wenigen Sorten, die der Kraut- und Braunfäule einen ganzen Sommer lang trotzen. Die Zuckertomate 'Solena Red' liefert unzählige kleine Früchte mit ausgeprägt süssem Aroma. Besonders in der italienischen Küche sind feste, saft- und kernarme Fleisch- und Flaschentomaten wie 'Cuore di Bue', 'Corazon' und 'San Marzano' sehr beliebt. Zu den wiederentdeckten Spezialitäten gehören auch alte Sorten wie 'Berner Rosen' oder die grossfruchtige Fleischtomate 'Rose Crush'.

Toll sind auch die Tomaten-Päärli. Zwei verschiedene Sorten auf einer Pflanze veredelt ist vor allem für die Kunden interessant, die lediglich Platz für ein bis zwei Pflanzen haben, trotzdem jedoch in den Genuss von unterschiedlichen Sorten kommen möchten. So gibt es zum Beispiel das Päärli 'Aperitivo', auf dem eine orange und eine rote Cocktailtomate wächst, oder das 'Walliser Päärli', welches ausserordentlich resistent gegen viele Krankheiten ist und dessen grosse Früchte bis 300 g schwer werden können.

Eine veredelte Tomate......

...entspricht zwei normalen Tomatenpflanzen. Die beiden Triebe werden an zwei Pfosten aufgebunden. Wenn Sie also bis anhin sechs normale Tomaten pflanzten, dann benötigen Sie nur drei veredelte Pflanzen. Damit Sie trotzdem Ihre Sortenvielfalt erhalten, hat uns der Produzent sogenannte «Päärli», d. h. zwei Sorten auf einer Pflanze, veredelt.

Kirschtomaten wie die 'Trilly' eignen sich als fruchtig-süsse Naschtomaten. 
Kirschtomaten wie die 'Trilly' eignen sich als fruchtig-süsse Naschtomaten.
Basilikum und Tomaten passen bestens zusammen. 
Basilikum und Tomaten passen bestens zusammen.
 
 
 

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