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Vermeiden Sie Herbstschnitt-Fehler

19.10.2021

Es gibt viele Gründe, wieso Hobbygärtner im Herbst ihre Gärten möglichst sauber, geschnitten und aufgeräumt für den Winter vorbereiten. Es sprechen aber noch mehr Gründe gegen das Schneiden von Stauden, Sträuchern, Obstbäumen etc. im Herbst.

Warum sollte man Blütensträucher und Stauden im Herbst nicht schneiden?

  • Die Pflanze befindet sich im Herbst noch nicht in der Ruhephase und braucht ihre Kraft für den Rückzug in die Erde.
  • Es entstehen offene Wunden, die die Pflanze über den Winter, bei reduziertem Stoffwechsel, nicht wirklich schliessen kann. Die Pflanze friert dann nur noch tiefer zurück. Die Pflanzen verfügen im Herbst nicht mehr über genügend Kraft, offene Wunden vor Krankheiten zu schützen.
  • Viele Dinge (z. B. die Gesundheit der Rosentriebe, die Blütenknospen bei Heidelbeeren oder beim Baumobst) sind im Herbst noch kaum sichtbar (im Frühling kann man sie viel besser erkennen und damit auch gezielter schneiden).
  • Viele Stauden bieten, wenn sie stehen gelassen werden, Insekten und Kleinstlebewesen ein Überwinterungsquartier.
  • Nicht alle Sträucher brauchen einen regelmässigen Schnitt. Verschiedene Arten blühen auch ohne diese Pflegemassnahme. Man erkennt diese Sträucher daran, dass sie am ein- oder mehrjährigen Holz Blüten tragen und ausschliesslich an den Endknospen der Zweige weiterwachsen. Besonders immergrüne Pflanzen sollten im Herbst definitiv nicht mehr geschnitten werden.
Stehen lassen oder abschneiden? Insekten freuen sich, wenn sie Stauden noch nicht zurückschneiden. Sie nutzen sie als Winterquartier.
Stehen lassen oder abschneiden? Insekten freuen sich, wenn sie Stauden noch nicht zurückschneiden. Sie nutzen sie als Winterquartier.
 
 

Welche Sträucher sollten gar nicht geschnitten werden?

Nachfolgende Sträucher mögen regelmässige Schnittmassnahmen überhaupt nicht:

  • Zierahorn (Acer)
  • Felsenbirne (Amelanchier)
  • Hartriegel (Cornus, ausser C. alba)
  • Glockenhasel (Corylopsis)
  • Seidelbast (Daphne)
  • Spindelstrauch (Euonymus)
  • Federbuschstrauch (Fothergilla)
  • Maiglöckchenstrauch (Halesia)
  • Zaubernuss (Hamamelis)
  • Goldregen (Laburnum)
  • Magnolie (Magnolia)
  • Scheinbuche (Nothofagus)
  • Glanzmispel (Photinia)
  • Schneeball (alle, ausser Viburnum opulus)

Wann werden Säulenbäume geschnitten?

Säulenbäume werden nicht im Herbst geschnitten. Durch den genetisch bedingten Wuchs bilden Säulenapfelbäume nur kurze Seitentriebe und benötigen generell keinen regelmässigen Schnitt. Werden die neuen Seitentriebe dennoch zu lang, kürzt man sie im Frühling um ca. 2/3 ein. Birnen, Zwetschgen, Kirschen, Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche bilden längere Seitentriebe. Diese müssen regelmässig im Februar zurückgeschnitten werden. Empfehlenswert ist zusätzlich der Sommerschnitt Anfang Juli.

Wann ist der richtige Zeitpunkt eine Hecke zu schneiden?

Hecken werden idealerweise im Frühjahr und Frühsommer, d.h. im Mai und Juni und dann wieder ab der zweiten Hälfte August bis Ende Oktober geschnitten. Hecken von laubabwerfenden Gehölzen können auch im Winter geschnitten werden. Bei einem Schnitt im Herbst wird eine allfällige Vogelbrut in der Hecke nicht gestört. In der Regel genügt ein Schnitt pro Jahr, doch es gilt: je öfter eine Hecke geschnitten wird, desto dichter wird sie. Deshalb lohnt es sich, frisch gepflanzte Hecken zweimal jährlich zu schneiden.

Viele Sträucher wachsen am liebsten ohne Schnitt. 
Viele Sträucher wachsen am liebsten ohne Schnitt.
 
 

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