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Miniteich anlegen - So geht's

30.06.2021

Ein Miniteich als Gestaltungselement im eigenen Garten wirkt beruhigend und inspirierend. Zudem ist er eine gern genutzte Wasserquelle für Insekten und Vögel und bietet ihnen gerade an heissen Tagen den so dringend benötigten Hitzeausgleich. Wir zeigen wie's geht.

Wo der nötige Platz dafür fehlt, kann ein Miniteich Abhilfe schaffen. Die Kleinbiotope eignen sich auch für Klein- und Vorgarten, Balkon oder Terrasse – und können prinzipiell selbst gebaut werden. Egal ob Holzfass oder Pflanzgefäss, einige grundlegende Dinge gilt es beim Selbstbau eines Miniteichs allerdings zu beachten.

1. Standort

Für Miniteiche im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon eignet sich am besten ein Standort mit Morgensonne und nachmittags Schatten. Licht ist wichtig für das Wachstum der Pflanzen, pralle Sonne sollte aber vermieden werden, da sich sonst schnell Algen bilden können. Ausserdem wird so verhindert, dass das Wasser zu schnell verdunstet.

2. Behälter

Als Behältnis für einen Miniteich eignet sich im Prinzip alles, was kompakt und wasserdicht ist. Es sollte mindestens 80 Liter Wasser fassen, beispielsweise eine Plastikwanne, ein Pflanzkübel oder ein Holzfass. Holzfässer müssen immer befüllt sein, sonst werden die Dauben undicht.

Vorsicht bei Zinkwannen: Das Metall kann möglicherweise Schadstoffe abscheiden, welche die Pflanzen nicht vertragen.

3. Bepflanzung und Befüllung

Lassen Sie sich bei der Pflanzenauswahl von unseren Wasserpflanzen-Spezialisten beraten. Vier bis fünf Pflanzen sind für einen Miniteich ausreichend. Wir teilen sie ein in: Sumpfpflanzen, Unterwasserpflanzen, Moorpflanzen und Schwimmpflanzen.

Diese setzt man in Pflanzkörbe mit Teichsubstrat. Sehr gut eignen sich dafür kleinwüchsige, sauerstoffspendende Pflanzen – für den Rand des Behälters beispielsweise ein Zwergkalmus oder eine Gauklerblume. Die obere Schicht im Pflanzkorb beschwert man ebenfalls mit etwas Teichsubstrat. Sie treiben dadurch nicht auf und bleiben an Ort und Stelle. Für die Mitte können Schwimmpflanzen, Mini-Seerosen oder Froschlöffel verwendet werden. Diese setzt man einfach auf die Wasseroberfläche. Danach kann das Gefäss vorsichtig mit Wasser befüllt werden. Um Aufwirbelungen zu vermeiden, ist es hilfreich, das Wasser über ein flaches Gefäss einlaufen zu lassen.

Miniteich wirkt beruhigend. In der Mitte können Schwimmpflanzen wie z.B. Mini-Seerosen verwendet werden.
Miniteich wirkt beruhigend. In der Mitte können Schwimmpflanzen wie z.B. Mini-Seerosen verwendet werden.

4. Wasser-Pflege

Wenn im Miniteich zu viele Algen wachsen und deshalb zu wenig Sauerstoff im Wasser vorhanden ist, kann das Wasser «umkippen». Sie können die Wasserqualität aber präventiv beeinflussen:

Mit der richtigen Pflanzenauswahl. Bestimmte Teichpflanzen sorgen für eine natürliche Sauerstoffzufuhr.

Zudem empfehlen wir den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen – also rein biologisch: Für wenige Wochen oder Monate können Sie «EM Keramik Pipes» (kleine Keramikröhrchen) ins Wasser legen. Sie verbessern die Wasserqualität. Die Pipes sollten Sie 1x pro Jahr für einen Tag in die Sonne legen, damit sie wieder ihre Wirkung zeigen.

Langfristig können sogenannte «EM Dangos» das ökologische Gleichgewicht im Wasser herstellen. Sie reduzieren Fäulnis im Sediment, verhindern Nährstoffrücklösung in den Wasserkörper, fördern das Wasserpflanzenwachstum, reduzieren Algen­wachstum und fördern den Schlammabbau.

Beide Produkte bekommen Sie bei uns an der Pflanzenschutzberatung.

EM-Dangos helfen das Wasser rein zu halten.
EM-Dangos helfen das Wasser rein zu halten.

5. Überwinterung

Um ein Durchfrieren des Miniteichs und ein Erfrieren der Wasserpflanzen im Winter zu verhindern, ist ein frostfreier Standort wichtig. Lassen Sie dazu das Wasser im Miniteich bis auf wenige Zentimeter ab und stellen Sie ihn in einen möglichst kühlen, aber frostfreien Raum. Bei geringem Platzangebot oder wenn der Trog zu schwer ist, kann man das Wasser ganz ablassen und die Pflanzen mit den Körbchen in einzelne Eimer stellen. Diese werden dann bis zur Oberkante der Töpfe mit Wasser aufgefüllt und ebenfalls in ein kühles Winterquartier gebracht.

Kontrollieren Sie den Miniteich beziehungsweise die Eimer regelmässig und ersetzen Sie das verdunstete Wasser rechtzeitig. Die ideale Überwinterungstemperatur liegt bei knapp über null bis zehn Grad. Wärmer sollte es vor allem in dunklen Winterquartieren nicht sein, weil sonst der Stoffwechsel der Pflanzen angeregt wird und sie dann unter Lichtmangel leiden. Je nach Wetterlage holt man die Pflanzen im April oder Mai aus dem Keller. Bei Bedarf können Sie die Pflanzen bis auf 10 cm oberhalb der Wurzeln zurückschneiden. Zudem schneidet man alte Blätter und Pflanzenreste ab. Frisch umgetopft in Pflanzkörbe mit Teichsubstrat stellt man sie wieder in den Miniteich hinein.

Wenn Sie ein Holzfass als Miniteich nutzen, darf dieser auch im Winter nicht austrocknen – sonst schrumpfen die sogenannten Dauben, und das Gefäss wird undicht. Andere Behälter sollten Sie kurz reinigen und trocken im Gartenschuppen überwintern.


6. Tipps zum Vorbeugen gegen Mücken

Stechmücken gehören zu den wohl unangenehmsten Besuchern im heimischen Garten. Sie bevorzugen stehendes Wasser zur Eiablage und können sich dort vermehren. Um den Sommer ungestört zu geniessen, können Sie jedoch vorbeugen: Durch manuelles Abfischen der Mückenlarven, das Einpflanzen fleischfressender Teichpflanzen wie dem «Schwimmschlauch» oder das Anlocken von Libellen, dem natürlichen Fressfeind der Stechmückenlarven.

Video: Wie lege ich einen Miniteich an?

Einen Miniteich für Balkon oder Garten kann man mit wenig Aufwand selbst anlegen. Gerne beraten wir Sie in der Biotop-Abteilung.

 
 

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