30.07.2025
Wenn Sie Ihren Gartenboden auf natürliche Weise verbessern und dabei noch etwas für Bienen und Co. tun möchten, ist eine Gründüngung genau das Richtige. Mit dieser cleveren Methode schenken Sie Ihrem Boden eine echte Wellnesskur – ganz ohne Chemie. In diesem Beitrag erklären wir, wie Sie mit Pflanzen den Gartenboden lockern, Nährstoffe anreichern und Unkraut elegant in Schach halten. Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie, wie einfach nachhaltiges Gärtnern sein kann.
Haben Sie sich schon mal gefragt, warum manche Gärten einfach immer so gesund und lebendig aussehen? Ein grosses Geheimnis dahinter ist die Gründüngung. Aber was steckt eigentlich dahinter? Gründüngung bedeutet, dass Sie bestimmte Pflanzen aussäen, nicht um sie zu ernten, sondern um dem Boden eine Extraportion Pflege zu gönnen. Diese Pflanzen wachsen für einige Wochen oder Monate, lockern mit ihren Wurzeln die Erde auf und holen wertvolle Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten nach oben. Sie schützen den Boden vor Erosion und unterdrücken Unkraut.
Der Clou: Wenn Sie die Gründüngungspflanzen nach ihrer Blüte abmähen, antrocknen lassen und anschliessend in den Boden einarbeiten, verwandeln sie sich in wertvollen Humus. Besonders für Gartenanfänger und junge Eigenheimbesitzer ist Gründüngung ein echter Gamechanger: Sie können mit wenig Aufwand und ganz ohne Chemie langfristig für gesunde, kräftige Pflanzen sorgen. Und das Beste daran? Sie tun nicht nur Ihrem Garten, sondern auch der Umwelt einen riesigen Gefallen. Also, worauf warten Sie noch? Gönnen Sie Ihrem Boden diese grüne Wellnesskur. Und wir zeigen, wie genau das geht.
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Welche Pflanzen eignen sich eigentlich besonders gut für die Gründüngung? Hier hast du die Qual der Wahl, denn es gibt eine bunte Palette an Arten, die deinem Boden auf die Sprünge helfen. Für den Start empfehlen wir dir Klassiker wie Phacelia (Phacelia tanacetifolia), auch als Bienenfreund bekannt – sie sieht nicht nur hübsch aus, sondern lockt mit ihren violetten Blüten jede Menge Bestäuber in deinen Garten. Ein weiterer geeigneter Kandidat ist der Gelbsenf (Sinapis alba): Er wächst blitzschnell, unterdrückt Unkraut und ist ideal für die Gründüngung im Herbst oder Frühling. Beachte dabei, dass du nachher keine Kohlgewächse oder Raps setzen solltest.
Wenn du deinen Boden mit Stickstoff versorgen möchtest, greif zu Leguminosen wie dem Rotklee (Trifolium pratense) oder der Lupine (Lupinus angustifolius). Diese Pflanzen gehen eine geniale Partnerschaft mit Bodenbakterien ein und reichern den Boden mit wertvollem Stickstoff an – das freut nicht nur deine Gemüsepflanzen, sondern auch die Umwelt. Für schwere Böden eignen sich tiefwurzelnde Arten wie Ölrettich (Raphanus sativus var. oleiformis) oder Winterwicke (Vicia villosa), die den Boden richtig schön auflockern.
Welche Gründüngung passt ins Hochbeet? Hier können Sie zum Beispiel Buchweizen (Fagopyrum esculentum) ausprobieren – er wächst schnell, ist pflegeleicht und lässt sich leicht wieder entfernen. Und das Beste: Viele dieser Pflanzen bieten Bienen, Schmetterlingen und anderen Nützlingen ein echtes Festmahl. Sie schlagen also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe – der Boden wird fit, und Ihr Garten summt und brummt vor Leben. Wir beraten Sie gerne rund ums Thema Gründüngung bei uns im Garten-Center.
Die gute Nachricht: Gründüngung ist sehr flexibel. Man kann sie im Frühling, Sommer oder Herbst aussäen – je nachdem, wann im Beet gerade Platz frei wird. Besonders beliebt ist die Aussaat nach der Ernte im Spätsommer oder Herbst, zum Beispiel wenn Tomaten und Zucchini das Feld geräumt haben. Aber auch im Frühling, bevor man sein Gemüse setzt, kann man den Boden mit einer schnellen Gründüngungskur aufpeppen.
Zuerst den Boden mit einer Harke oder Grabegabel lockern, damit die Samen einen guten Start haben. Säen Sie die Gründüngungspflanzen – zum Beispiel Phacelia (Phacelia tanacetifolia), Gelbsenf (Sinapis alba) oder Buchweizen (Fagopyrum esculentum) – möglichst gleichmässig aus. Sie müssen dabei nicht super genau sein: Einfach locker aus der Hand streuen reicht völlig. Anschliessend arbeiten Sie die Samen leicht ein, entweder mit der Harke oder indem Sie sie sanft andrücken. Ein bisschen giessen, fertig.
Im Schnitt reichen sechs bis acht Wochen, damit die Pflanzen ihre volle Wirkung entfalten. Sobald sie blühen oder das Beet für neue Kulturen gebraucht wird, mäht man sie ab und lässt sie entweder als Mulch liegen oder arbeitet sie direkt in den Boden ein. Auch im Hochbeet funktioniert das wunderbar – achten Sie hier einfach darauf, dass die Pflanzen nicht zu hoch werden, damit Sie sie später gut einarbeiten können
Nach sechs bis acht Wochen oder sobald die Pflanzen zu blühen beginnen, ist es Zeit, die Gründüngung abzumähen. Sie können dafür eine Gartenschere, Sense oder bei grösseren Flächen auch einen Rasenmäher verwenden. Lassen Sie die Pflanzen ruhig ein paar Tage auf dem Beet liegen – das gibt den Mikroorganismen im Boden schon mal einen Vorgeschmack und erleichtert das Einarbeiten.
Und wie geht’s weiter? Jetzt kommt die Harke oder Grabegabel ins Spiel. Sie arbeiten die zerkleinerten Pflanzenreste etwa fünf bis zehn Zentimeter tief in den Boden ein. Keine Sorge, Sie müssen nicht umgraben wie ein Weltmeister – ein lockeres Unterheben reicht völlig. Die Pflanzenreste zersetzen sich nach und nach und verwandeln sich in wertvollen Humus. Das ist wie ein Buffet für Regenwürmer, Bodenbakterien und all die kleinen Helfer, die deinen Gartenboden lebendig und fruchtbar machen.
Nein, das ist kein Muss. Gerade bei feinen, zarten Pflanzen wie Phacelia (Phacelia tanacetifolia) oder Buchweizen (Fagopyrum esculentum) reicht es oft, sie einfach als Mulch auf dem Beet liegen zu lassen. Das schützt den Boden vor Austrocknung und bietet Unkraut keine Chance. Bei robusteren Arten wie Gelbsenf (Sinapis alba) oder Winterroggen (Secale cereale) empfiehlt sich das Einarbeiten, damit sie sich gut zersetzen.
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